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liegt, welche die Tournette, dieſer Rieſe der Alpen, be⸗ herrſcht.
Allein unter allen dieſen hohen Bergen, die gegen ſie wie Hügel erſcheinen, verbirgt die achttauſend Fuß hohe Tournette beinahe immer in den Wolken ihre kahle. ſchroffe Stirne; kein Grashalm, keine Movospflanze, keine Flechte vegetiren in einer ſolchen Höhe; die lauen Früh⸗ lingslüfte oder die erſten Hitzen des Sommers haben den Schnee der andern Gipfel geſchmolzen; die Tournette bleibt immer ſchneebedeckt. Hat die Abenddämmerung allmälig ſich der Höhen dieſer Alpenketten bemächtigt, ſind alle in den Schatten getaucht, ſo reflectirt doch die Stirne der Tournette allein, funkelnd wie ein Leucht⸗ thurm, die letzten Feuer der ſeit langer Zeit am Horizont verſchwundenen Sonne.
Jenſeits des Baſſin von Talloires, wenn man die Wanderung um den See fortſetzt, bewundert man noch die herrlichen Schatten des Dorfes Menthon, wo die Römer, welche ſtets die ſchönen Landſchaften liebten, Bä⸗ der gebaut hatten. Dann kommt der Eingang des Tha⸗ les, das ſich unter dem alten Schloſſe Menthon mit ſei⸗ nem fendalen, kriegeriſchen Ausſehen entrollt.
Endlich, dem Ufer gegenüber, das der Semenoz be⸗ herrſcht, erheben ſich die Spitzen des Veyrier⸗Berges, der auf ſeinem Gipfel mit Wald, an ſeiner Seite mit Cul⸗ turen und Weinländern bedeckt iſt, während man zu ſei⸗ nen Füßen, halb verborgen in den Gebüſchen ibrer Gärten, die den See beherrſchen, einige lachende Villas erblickt, von wo aus man, wie vom Hauſe von Rouſſeau, das wunderbare Panorama umfaßt, von welchem wir eine unvollkommene Skizze zu geben verſucht haben.
V.
um die Mitte des Frühlings in einem der letzten Jahre ſahen einige Bauern von Chavoire (einem


