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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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tontraſtrirt durch ihre Härte ſonderbar mit dem Reich⸗ thume der Vegetation der andern Gegenden; — ein ergrei⸗ fender Widerſpruch, denn dieſes finſtere Gemälde, das würdig wäre, das Genie eines Salvator Roſa zu inſpi⸗ riren, wird bald vergeſſen durch eine der bezauberndſten Landſchaften, die man in Arcadien träumen kann! Das iſt das Baſſin der alten Abtei Talloires.

Man denke ſich ein erſtaunlich fruchtbares Ufer, ein⸗ gefaßt von ungeheuren Bäumen, deren untere Zweige im See hängen. Dieſes gelobte Land mit ſeinem Ueberfluſſe an Culturen aller Art, gegen Süden dem Winde ausge⸗ ſetzt, aber vor dem Nordoſt durch den Roc de Chovre, ein grünes Vorgebirge, geſchützt, welches der pittoresken Halbinſel Duingt, deren ſchönes Schloß von einem hun⸗ dertjährigen Hochwalde umgeben iſt, gegenüber liegt; dieſes gelobte Land, ſagen wir, erfreut ſich beinahe in allen Jahreszeiten einer ſo milden Temperatur als Nizza, Hyores oder Florenz. Die Kühle der Schatten, das Dunkelblau der Waſſer, die frühzeitige Entwickelung der Blüthen erinnern an die beglückteſten ſüdlichen Ge⸗ genden.

Die maleriſch gruppirten Ruinen des alten Kloſters liegen in der Nähe des Fleckens, wo der gelehrte Ber⸗ thollet, der berühmte Gründer des ägyptiſchen Inſtituts, geboren wurde; die funkelnde Kuppel des Kirchthurmes von Talloires ſpiegelt, bedeckt mit blechernen Schuppen nach dem Gebrauche des Landes, über den brannen Ziegel⸗ dächern; die Berge, von denen dieſer Theil der Bucht umgeben iſt, bieten abermals dem Auge Amphitheater von ſammetartigen Wieſen, welche von großen Fichten⸗ wäldern durchſchnitten werden, die ſich bis zu den Wolken aufthürmen; jenſeits der erſten Abhänge ſieht man durch die Nußbäume, die Eichen und die Buchen den kleinen Thurm der Kirche von St. Germain funkeln, was auf dem Wege nach Montmin, einer der waldbewachſenen Spitzen⸗