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ändert ſich die Scene. Die Alpengröße entwickelt ſich in ihrer ganzen Majeſtät; es iſt eine titaniſche Aufthürmung von Bergen auf Berge; ihre Kämme ragen zum Himmel empor wie rieſige, während des Sturmes verſteinerte Wellen; die impoſante Strenge dieſes Gemäldes wird ge⸗ mildert durch die Nuancen der Vegetation, mit der dieſe drei⸗ bis viertanſend Fuß hohen Berge völlig bekleidet ſind: Felder, Weinländer, Wälder, Weiden ſchließen ſich von der Baſis bis zum Gipfel dieſer vulkaniſchen Maſſen an einander an, — ein unermeßliches Amphitheater von wech⸗ ſelreichen Culturen, buſchigen Gehölzen und Prairien, die ſich bis zu den Wolken erheben und im Spiegel der Waſ⸗ ſer des Sees wiederſcheinen. Im Winter nimmt dieſe Landſchaft einen ſeltſamen Charakter an; man ſollte ſich in die Eisregionen des Pols verſetzt glauben. Die mit Schnee bedeckten Berge verlieren ſich in den Tiefen des Himmels, der in der untergehenden Sonne beinahe veil⸗ chenblau wird; dann färbt ſich ibr blendend weißer Gipfel mit einem lebhaften Roſa; dieſe Nuance erbleicht nach und nach und verſchwindet; die Abenddämmerung iſt auf den Tag und die Nacht auf die Abenddämmerung gefolgt; doch wenn der Mond glänzend und rein aufgeht, iſt das Schan⸗ ſpiel zauberhaft . . es ſind ſilberne Berge, die ſich von einem azurblauen, mit goldenen Sternen beſäten Grunde abheben.
IV.
Am Ende der Bucht, wenn man zu dem Ufer zurück⸗ kehrt, auf welchem das Haus von Rouſſeau gebaut iſt, wechſelt die Scene abermals; Kalkſchichten von einem⸗ dunkeln, mit weißen Fäden durchſtreiften Gran, ein Stein, der die Glätte des Marmors erlangt, überragen den See beinahe ſenkrecht und laſſen zu ihren Füßen nur noch eine ſchmale Chauſſee. Dieſe unfruchtbare, wilde Eindämmung


