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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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len, Knoten, Wülſten und Holzauswüchſen überzogen; von dieſen, zuweilen durch die Zeit bis auf den Splind zer⸗ freſſenen und ſo in Grotten von Rinde verwandelten, co⸗ loſſalen Stämmen ragen oft voll Saft und Kraft bis zu einer Höhe von dreißig Fuß die kräſtigen, üppigen Sprößlinge des dreimal hundertjährigen Baumes empor. Um das Maleriſche auf den höchſten Grad zu ſteigern, heben ſich die Stämme und Lauben dieſes Kaſtanienwal⸗ des, den ſich die poetiſche Phantaſie des Künſtlers nie geträumt hätte, von dem Azur des Sees, welchen er be⸗ herrſcht, ab, von einem ſo glänzenden, ſo durchſichtigen Azur, daß man durch eine ſeltſame Luftſpiegelung von der Höhe der durch den Wald beraſten Abhänge herab durch das Blätterwerk unter ſich . . . das Blau des Himmels glän⸗ zen zu ſehen glaubt.

Der öſtliche Abhang des Semenoz ſenkt ſich unmerk⸗ lich und entblößt den Eingang des Thales der Bauges, welches ſo fruchtbar an Kräuterwerk iſt, daß man in Be⸗ treff der unerhörten Macht ſeiner Vegetation ſagt: „Steckt am Abend einen Stab in die Wieſe, und am andern Morgen werdet ibr ihn nicht mehr ſehen, ſo ſehr wird in einer Nacht das Gras gewachſen ſein.“

Die Zugänge dieſes Thales, das beinahe auf dem Niveau des Sees liegt, bieten dem Auge den Anblick eines Schachbretts, auf dem ſich das Gold des Waizeus! und des Roggens mit dem Hochroth des Klees, mit dem Blaßblan der Leinpflanzen, mit dem lebhaften Roſa der Eſparcette und dem wechſelreichen Grün der Weinrebe, des türkiſchen Korns und des Hanfes vermählt.

II.

Bis hieher läßt ſich nichts Fruchtbareres denken, als dieſe Jauberufer, doch jenſeits des Eingangs vom Thale der Bauges nund gegen den Hintergrund des Sees ver⸗