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zu überwachen. Mitten durch Alles dies kamen Beſuche aller Art; man mußte zugleich einen Soldaten, einen Apotheker, einen Canonicus, eine ſchöne Dame, einen Laienbruder unterhalten . Frau von Warens ließ mich die abſcheulichſten Arzneimittel koſten; ich mochte immer⸗ hin fliehen oder mich vertheidigen wollen, trotz meines Widerſtandes und meiner entſetzlichen Grimaſſen, trotz meiner Zähne öffnete ich, wenn ich ihre beſchmierten Hände ſich meinem Geſichte nähern ſah, meinen Mund und ſchluckte; war ihre ganze kleine Haushaltung in demſelben Zimmer verſammelt und man hörte uns unter ſchallendem Gelächter umherlaufen und ſchreien, ſo hätte man glauben ſollen, man ſpiele irgend eine Poſſe und mache nicht Opiat oder Elixir.“
Unſere Leſer werden uns dieſe Abſchweifung verzei⸗ hen, wenn ſie unſere religiöſe Bewunderung für Rouſſean theilen und wie wir an ſich die fromme Sammlung des Gemüthes erfahren haben, welche der Anblick der durch das Genie vergöttlichten Orte zur Folge hat.
Wenn Jean Jacques Annech verließ, um die Herrlich⸗ keiten der Alpennatur zu betrachten, die er anbetete, wandte er ſich vorzugsweiſe, nach der loralen Chronik, nach einem Orte, wo ſich ein in Trümmern liegendes
Haus findet, das man noch heute das Haus von Ron ſ⸗
ſeau nennt. Dieſe Trümmer werden der Schauplatz von einigen Scenen unſerer Erzählung ſein. Die Landſchaft, in der dieſes Haus erbaut war, mußte Jean Jacgues in der That bezaubern; völlig vereinzelt, erhebt es ſich auf einem Bergabhange eine ſtarke Stunde von Annechy und in einer ungefähr gleichen Entfernung von den Dörfern Chavoire und Veyrier.
Von dem Felſen herab, auf dem dieſes Gebäude liegt, genießt man einen magiſchen, auf der Welt einzigen An⸗ blick; man umfaßt mit dem Auge den Annecy⸗See, einen Zauberſee, deſſen wechſelreiche Anſichten von der Natnr mit einem Glücke, das die Ideale der Kunſt in die


