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chen Dankbarkeit eines dunklen, verdienſtloſen Geſchö⸗ pfes, das nichts auf der Welt beſitzt, als ein einfaches, redliches, ergebenes Herz, und zu ſich eine Frau wie die Marquiſe herabſteigen ſieht!
Der Graf Chriſtian, in ſpöttiſchem Fone.
Was Ihnen beweiſt, mein Freund, daß eine aufrichtige, reine Liebe immer belohnt wird.
Julian, verlegen.
Herr Graf, nur Eines iſt mir peinlich: ich habe dieſe reichen Kleider angezogen, ich nehme einen Titel an, der mir nicht gehört, einen Namen⸗ der nicht der meinige iſt, — das heißt lügen. Und in einem ſo ern⸗
ſten Augenblicke lügen, — lügen im Angeſichte des Himmels! Der Graf Chriſtian.
Abermals Bedenklichkeiten? Welch ein Kiud ſind Sie! Begreifen Sie denn nicht, daß in Rückſicht auf den ariſtokratiſchen Stolz ihres Oheims, des hochwürdi⸗ gen Herrn Patriarchen von Indien, (er Graf unterdrückt nur mit Mühe ſeine Lachluſt) die Marguiſe ſchicklicher Weiſe nicht konnte . . . Doch ſtille . . . Hier iſt ſie!
(Man ſieht Cornelia Marguiſe dAlfi ihrem Intendanten Ambroſio die Hand reichend eintreten; dieſer wirft ſich in die Bruſt unter einer langen rothen Robe mit dem Biſchofsmäntelchen. Die Marguiſe, eine Dame von blendender Schönheit, iſt mit Diamanten bedeckt; ihr langer Hofmantel ſchleppt hinter ihren Schritten; auf dem Kopfe trägt ſie eine kleine he⸗ raldiſche Krone mit fünf goldenen Blumen, in welche Diamanten eingefügt ſind. Der Intendant Ambroſio, der die Rolle des Patriarchen von In⸗ dien ſpielt, wendet ſich nach dem als Altar dienen⸗ den Tiſch. Die Margquiſe wirft Inlian einen be⸗ zaubernden Blick zu und bezeichnet ihm durch eine Geberde den neben dem ihrigen ſtehenden Stuhl.


