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ſeine reizenden, zarten, mädchenhaft unſchuldigen
Züge zeugen von einer engeliſchen Sanftmuth; er iſt glänzend, aber lächerlich aufgeputzt, mit einer
weißen Atlaßhoſe mit Puffen, mit einem Leibrocke
von hochrothem, goldgeſticktem Sammet und einem
kurzen, gelben, ſilbergeſtickten Mantel; die Inſig⸗
nien des Ordeus vom goldenen Vließe glänzen auf
ſeiner Bruſt; er hält in der Hand ſeine ſammtene
Toque und ſcheint eben ſo linkiſch, als verlegen
in ſeinem theatraliſchen Anzuge.)
Der Graf Chriſtian, ernſt.
Endlich, mein lieber Julian, iſt der ſchöne Tag ge⸗ kommen, an dem Ihnen diejenige, welche ich meine Schweſter nenne, ihre Hand reichen wird.
Julian, in einer Art von Extaſe.
Herr Graf, iſt es ein Traum, bin ich wirklich
wach? ich der Gatte der Frau Marquiſe? Der Graf Chriſtian.
Bei Gott! (auf eine der nach dem Salon gebenden Thüren deutend) Und nach dem Segen das Hochzeitgemach! Julian erröthet, ſchlägt die Augen nieder, ſtützt ſich auf einen
der Stühle und legt ſeine andere Hand an ſeine Bruſt.
Mein Herz bricht! Mein Gott! das Glück er⸗ drückt alſo auch unter ſeiner Größe! Mir ſcheint, ich fühle einen Gewiſſensbiß, daß ich ſo gläcklich bin! Was habe ich denn gethan, um eine ſolche Glückſeligkeit zu
verdienen! Der Graf Chriſtian.
Was Sie gethan haben, mein Theurer? Sie haben eine bezaubernde Frau geliebt.
Julian, die Augen von Tbränen und die Hände mit
Exaltation faltend.
Oh!ja, geliebt mit Trunkenheit.. geliebt mit Ver⸗ götterung! oh! geliebt beſonders mit der unausſprechli⸗


