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Die Marquise Cornelia d'Alfi oder Der Annecy-See und seine Umgebungen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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von dieſen Reiſenden ſeine Ausflüge bis zum Annech⸗ See fortgeſetzt. Kürzlich erſt, als ich mich bei Herrn Loppé, einem jungen franzöſiſchen Maler befand, der ſich hier niedergelaſſen hat und mit einem tiefen Gefühle für die Natur ein Talent verbindet, das ihm eine ſchöne Zukunft verheißt, hatte ich das Glück, einen unſerer aus⸗ gezeichnetſten Kupferſtecher zu treffen. Er kam vom Lago Maggiore und hatte die bewunderungswürdigſten Cantone der Schweiz beſucht, und dennoch, als er an den Ufern des Annecy⸗Sees und in ſeiner Umgebung umherwanderte, ging er von einem Erſtannen zum an⸗ dern, von einer Bezauberung zur andern über, und er fragte ſich, wie ich, wie es komme, daß dieſe Gegend, welche unerforſchte Schätze enthält, den Künſtlern beinahe völlig unbekannt ſei.

„Ich habe mich alſo bemüht, einige von den Ge⸗ genden, wo ſich die Hauptſcenen meiner Erzählung er⸗ eignen, ſorgfältig zu ſchildern: aber meine liebe Schwe⸗ ſter, ich nehme zum Voraus Deine Nachſicht und die des Leſers in Anſpruch, in Betreff der vielleicht zu gewiſſen⸗ haften Treue der Einzelheiten, ohne welche es jedoch ſehr ſchwierig iſt, genau den Charakter und den Anblick einer Landſchaft wiederzugeben; die Art, wie ich die äußeren Gegenſtände auffaſſe, kann allein dieſe bis zur Aengſt⸗ lichkeit, vielleicht ſogar bis zum Uebermaß getriebene Treue der Reproduction entſchuldigen: beim erſten An⸗ ſchauen eines großen Gemäldes der Natur bin ich ge⸗ blendet; die Einzelheiten verlieren ſich in der Majeſtät des Ganzen; das Gefühl des Schönen iſt dann bei mir mehr inſtinctartig, als durch die Vernunft begründet; meine verworrene Bewunderung weiß, ſo zu ſagen, nicht, woran ſie ſich halten ſoll, indem ſie von einer dieſer Herrlichkeiten zur andern übergeht, und erſt, nachdem ich öfter dieſelben Orte beſucht und mich, wenn ich mich ſo ausdrücken darf, in ihrer Anſchauung geübt habe, um⸗ faſſe ich mit einem ſichern und entzückten Blicke zugleich