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ſie Mutter iſt. Dieſem nachgeborenen Kinde nun wur⸗ den, aus Zartgefühl der Mutter, im Einverſtändniß mit dem Univerſallegatar (ich bitte, folgen Sie mir auf⸗ merkſam, denn ich befürchte eine Verwirrung zu machen), dieſem nachgeborenen Kinde, ſage ich, dem wahren Sohn von Herrn Delmare, wurden ſpäter die urſprünglich für Adalbert beſtimmten Briefe übergeben. Sie verſtehen mich, glaube ich. Der einzige Zweck dieſer Briefe aber war, nach dem Gedanken von Herrn Delmare, eine furchtbare Rache vorzubereiten, der mein lieber Herr glücklicher Weiſe entging, und den Vater und den Sohn mit dem Schwerte in der Hand einander gegenüber zu ſtellen . . . Das Schickſal hat zum Glück anders ent⸗ ſchieden, denn (und das muß Sie beſonders beruhigen, meine liebe Herrſchaft), denn es war nicht mehr Adal⸗ bert, der den Tod von Delmare rächen ſollte, es war
ſein nachgeborenes Kind, ſein ächter Sohn, den ein ge⸗
wiſſer Bellecour, der Univerſallegatar des Verſtorbenen, adoptirte und dem er auch ſeinen Namen hinterließ.“
„Sie ſind verrückt!“ rief der Major, der einen neuen Verrath von Pietri zu ahnen anfing, „was Sie ſagen, iſt falſch.“
„Verzeihen Sie, Herr Major, ich will nur Fol⸗ gendes genau herausſtellen: Herr Charles Bellecour, der Bräutigam von Fräulein Helene, iſt der nachge⸗
borne Sohn von Herrn Delmare, ſo daß, folgen Sie
wohl meiner Schlußkette, wenn es beliebt .. ſo daß dieſer junge Mann, wenn er die Tochter meines lieben Herrn heirathete, natürlich der Schwiegerſohn des Mör⸗ ders ſeines Vaters wäre.“
Einen Augenblick des durch dieſe niederſchmetternde Offenbarung verurſachten Erſtarrens benützend, zog Pietri nun ein Paar Piſtolen aus ſeiner Taſche, mit denen er ſich bewaffnete, um ſeinen Rückzug zu beſchirmen, welchen er nun auch wirklich allmälig bewerkſtelligte.
Da erſchien Charles Bellecvur im Hintergrund der Gallerie bleich, wie ein Geſpenſt.


