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blicke nicht daran, Pietri zu beſchuldigen, er habe dieſen Ereigniſſen als geheimer Hebel gedient. Er lief über⸗ dies, wie er ſagte, herbei, um den letzten Schlag zu beſchwören, von dem die unglückliche Familie bedroht war. Man hoͤrte ihm alſo mit gieriger Angſt zu. „Meine liebe Hertſchaft,“ ſagte er mit ſeiner zit⸗ ternden Stimme, „Sie werden mich entſchuldigen, wenn einige Verwirrung in meiner Erzählung obwaltet, aber die gräßlichen Ereigniſſe von dieſem Abend haben mich ſo ſehr erſchüttert, daß ich kaum meine Gedanken ſam⸗ meln kann „ doch ich will es verſuchen . . . Vor Allem, Fräulein Helene, beruhigen Sie ſich wegen Ihrer Heirath; eine Stunde vor dem unſeligen Duell, deſſen ſich mein Herr nur zu ſehr erinnert, hat Herr Delmare mehrere Briefe geſchrieben; würde er getödtet, ſo ſoll⸗ ten ſie ſeinem Sohne Adalbert Delmare zu verſchiedenen Epochen ſeines Lebens übergeben werden. Dieſe Briefe wurden von Herrn Delmare mit einem Umſchlag ver⸗ ſehen, worauf er ſchrieb: Für meinen Sohn.“
„Woher wiſſen Sie denn dieſe Ereigniſſe?“ fragte
der Major.
„Verzeihen Sie, Herr Major, ich kann nicht Alles zu⸗ gleich ſagen . . haben Sie Mitleid mit mir, mein armer Kopf iſt ſo ſchwach . ſo verwirrt durch Alles, was vorgeht, daß ich keine zwei Ideen zuſammenbringen kann. Nach den zwei Briefen, von denen ich geſprochen, ſchrieb Herr Delmare einen andern an einen Verwandten, bei dem er Werthpapiere, welche die Geſammtſumme ſeines Vermögens bildeten, deponirt hatte. Entſchuldigen Sie, mein Herr, daß ich in dieſe kleinen Einzelheiten einghe ſie haben ihre Bedeutung, wie Sie ſehen werden. Herr Delmare ſetzte dieſen Verwandten zum Univerſal⸗ legatar unter der Bedingung ein, daß er Adalbert Delmare aboptire, ihm ſeinen Namen gebe und ihn zu ſeinem Erben mache „ Herr Delmare unterlag in dem Ihnen bekannten Duell. Doch kurze Zeit nach dem Tode ihres Mannes bemerkt Madame Delmare, daß


