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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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zu leſen „Er ſchien jedes von den Worten bebend zu buchſtabiren . . . In dem Augenblick, wo ihn Helene ſuchte, hatte er ihn abermals geleſen „ Da ſah ſie, wie er langſam und ſchwankend wie ein Trunkener zu ihr herankam, wie er den offenen Brief, den er in der Hand hielt, dem Grafen reichte, und ſie hörte ihn mit krampfhaften Stockungen die Worte ſprechen:

„Mein Herr . . . Sie haben „meinen Vater „in einem Duell . auf Meſſerſtiche .„ ge⸗ tödtet!“

„Was ſagt er!“ rief der Major, indem er auf den jungen Mann zuſtürzte und ihm den Brief aus der Hand riß. Charles Bellecvur machte ihm das Papier nicht ſtreitig; er ſprach mit dumpfer Stimme:

„Der Unglückliche, der ſich entleibt hat, war „„ war mein Bruder!“

Der General, Helene und ſeine Frau ſchauten Charles ſtillſchweigend und mit Erſtaunen anz ſie hiel⸗ ten ihn für verrückt; denn nachdem er noch einen Au⸗ genblick Helene angeſchaut hatte, ſtieß er einen Schrei herzzerreißenden Schmerzes aus und verſchwand, wie ein Wahnſinniger entfliehend, durch die Gallerie, wäh⸗ rend der Major, nachdem er den Brief geleſen, ausrief

„Er ein Sohn von Herrn Delmare! Das iſt unmöglich!“

„Mein lieber Herr, ſeien Sie ohne Furcht!“ rief plötzlich Pietri, der hinter dem Thürvorhang hervor⸗ kommend, aus der Gallerie herbeizulaufen ſchien. „Fräu⸗ lein Helene, beruhigen Sie ſich; Alles wird ſich erklä⸗ ren. Genug des Unglücks für heute. Herr Charles iſt unwohl geworden „es wird nichts ſein „man pflegt ihn ſchon. Aber in des Himmels Namen, meine liebe, theure Herrſchaft, ſeien Sie doch unbeſorgt .. ich erkläre Ihnen Alles.“

So ſeltſam die Ereigniſſe des Abends geweſen waren, ſo dachten doch der General und ſelbſt der Major, neuen Befürchtungen preisgegeben, in dieſem Augen⸗