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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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des Generals zugehend, „Sie hören Adalbert .. kom⸗ men Sie und beruhigen Sie ihn . Helene, kommen Sie auch.“

„Sie ſehen alſo nicht, daß ihr Verſtand völlig ver⸗ wirrt iſt,“ erwiederte die Gräfin in Thränen zerfließend; „ſie ſieht mich nicht, ſie hört mich nicht.“

Der Major näherte ſich ſeiner Pathe, neigte ſich zu ihr herab, nahm ihre Hand und ſprach mit bebender Stimme: .

„Helene, Ihr Vater iſt ſehr unglücklich „ Ihr Vater weint er erwartet Sie Sie lieben alſo Ihren Vater nicht mehr?“

Wie die Stimme des Majors zu ihr drang, bebte Helene, erhob ſie das Haupt, ſchien ſie allmälig zu ſich zu kommen, und als der Major wiederholte:

„Helene, Sie lieben alſo Ihren armen Vater, der weint, nicht mehr 2 . . Er iſt ſo unglücklich!“

Da fuhr das Mädchen gleichſam auf, lief auf den General zu, fiel ihm um den Hals und rief:

„Mein Vater, oh! zweifle nicht an mir.“

Die Gräfin folgte ihrer Tochter; Beide knieten vor dem General nieder und umſchlangen ihn mit ihren Armen, während er, ſein graues Haupt immer gebeugt, ohne daß er die Augen zu erheben wagte, unter ſeinem Schluchzen murmelte:

„Nein, nein, Ihr könnt mir nie verzeihen! Ihr könnt mich nicht mehr lieben!“

„Dich nicht mehr lieben!“ rief die Gräfin, „wenn wir Dich ſo unglücklich ſehen!“

„Dich nicht mehr lieben!“ ſagte Helene, „und wer würde Dich nun lieben, wenn nicht wir?“ Und ſie drehte maſchinenmäßig den Kopf, um mit dem Blick ihren Bräutigam zu ſuchen, erſtaunt, daß er nicht, wie die ganze Familie, beim General war.

Der junge Mann hatte, den Rath von Pietri be⸗ folgend, den letzten Brief ſeines Vaters geoffnet; er war nicht lang, und dennoch brauchte er lange, um ihn

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