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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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vergedrückten Mann zu ſchlagen. Ich bin nur zu ſehr gerächt.“ Dann fügte er leiſe und mit aufrichtiger Betonung bei: „Julie, ich vergebe Ihnen.“

„Und meiner Tochter,“ fluͤſterte Frau von Bour⸗ gueil, „verzeihen Sie ihr auch?“

„Ja,“ antwortete er ſehr bewegt, „ja, ich ſchwöre es Ihnen nie wird ſie dieſes traurige Geheimniß erfahren . von heute an adoptire ich ſie als meine Tochter. Doch kommen Sie kommen Sie dieſes Haus iſt verflucht.“

In dem Augenblick, wo Herr von Bourgueil, ſeine Frau und ihre Tochter die Gallerie verließen, lief ein Bedienter von außen herbei und meldete:

„Herr General, der Piqueur, der Ihren Königlichen Hoheiten voranreitet, iſt im Hofe erſchienen.“

Maurice machte dem Bedienten ein Zeichen und ging mit ihm hinaus, um eine letzte Demüthigung dem General zu erſparen, welcher, gelähmt, vernichtet, in einen Lehnſtuhl geſunken war und ſein Geſicht in ſeinen Händen verbarg . . Allmälig hatte ſich die beſtürzte Menge ſtillſchweigend verlaufen; die glanzvolle, von Lichtern und Blumen blendende Gallerie war verödet.

Vor dem Stuhl knieend, auf dem ihre Tochter ſaß, verſuchte es die Gräfin, dieſe zu ſich ſelbſt zurückzu⸗ bringen; aber, die Augen ſtarr, die Lippen durch ein krampfhaftes Lächeln zuſammengezogen, ſchien Helene ihre Mutter weder zu ſehen, noch zu hören . Nur von Zeit zu Zeit legte ſie maſchinenmäßig ihren Finger auf ihre Lippen und ſagte mit leiſer Stimme und mit der Miene einer Irrſinnigen:

„Höret! „höret! „es iſt meine Schweſter es iſt mein Bruder

Charles Bellecvur, der auf der andern Seite des

Stuhles ſtand, ſprach kein Wort, aber die Thränen rieſelten über ſeine Wangen. Da trat Pietri geräuſchlos durch eine der Seiten⸗