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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Sie haben mir vergeben. Sie haben mir Ihre redliche, glorreiche Hand gereicht. Dieſe Berührung hat mir Herz verliehen. Ich habe Alles gehört. Man ſucht mich, Sie werden wenigſtens nicht über mich zu errö⸗ then haben. Lebend, war ich des Lebens, und mehr der Schande müde. Ich hätte vielleicht anders geendigt, würde ich Sie früher gekannt haben. Gott befohlen, mein Vater.““

In demſelben Maße, in welchem der General Ro⸗ land dieſen Brief geleſen, war der Krampf, die Verwirrung ſeines Weſens einer tiefen Gemüthsbewe⸗ gung gewichen; er endigte die Zeilen ſeines Sohnes unter bitterem Schluchzen und murmelte:

„Oh! unglückliches Kind!“

Als er ſodann die Augen aufſchlug, ſah er in ge⸗ ringer Entfernung von ſich Herrn und Frau von Bour⸗ gueil und ihre Tochter.

Da rief der General mit dem Ausdruck eines Ver⸗

zweifelten, der auf Alles gefaßt iſt:

„Herr von Bourgueil, Sie auch! Kommen Sie doch, Sie fehlten beim Feſte!“

Frau von Bourgueil bebte, ſchaute ihre Tochter an und fuͤhlte, daß ihre Kräfte ſie verließen; aber wie groß war ihr Erſtaunen, als ſie ihren Mann ſich vor dem General verbeugen ſah und ihn mit bewegtem, in⸗ nigem Tone antworten hörte:

„Glauben Sie, mein Herr, daß ich, ſowie alle Per⸗ ſonen, welche den Schmerz haben, dieſen beklagenswer⸗ then Ereigniſſen beizuwohnen, von dem unvorhergeſe⸗ henen Schlag, der Sie trifft, tief erſchüttert bin.“ Und er

verbeugte ſich abermals und tief vor der Gräfin und

ſagte dann zu Frau von Bourgueil:

„Kommen Sie, Madame.“

„Oh! meinen Dank!“ ſprach ſie mit erſtickter Stimme, „Sie ſind edelmüthig gegen ihn.“

„Das Herz fehlt mir,“ erwiederte Herr von Bour⸗ gueil. „Ich werde nicht ſo feig ſein, einen ſo tief nie⸗