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„Was gibt es?“ fragte lebhaft der Beamte. „Todt!“ antwortete der Polizeiagent, „Adalbert
Delmare hat ſich mit ſeiner Halsbinde an der Fenſter⸗
ſtange aufgehängt.“
Bei dieſen Worten traten die zwei Beamten haſtig in das Zimmer ein, während mehrere Frauen, Schreckens⸗ ſchreie ausſtoßend, gefolgt von ihren Männern, die Gallerie verließen; doch die Mehrzahl der Gäſte brach, einer unüberwindlichen Neugierde nachgebend, in den Salon ein, und unter dieſen Gäſten befanden ſich Herr von Bourgueil, ſeine Frau und ſeine Tochter.
Die Gräſin Roland fühlte ſich ſterben; ſie ſah Helene, immer ruhig, aufmerkſam, ſtumm, mit einer verzehrenden Aufmerkſamkeit auf das, was um ſie her vorging, horchen; plötzlich hörte Helene ihren Vater wie im Wahnfinn ausrufen:
„Todt, mein Sohn todt!“
„Sein Sohn!“ murmelte die erſchrockene Menge, „dieſer Verbrecher ſein Sohn!“
„Helena höre nicht!“ rief die Gräfin nicht minder verwirrt als der General Sie wollte den Kopf ihrer Tochter an ihren Buſen drücken, doch Helene machte
ſich ſachte los und hieß abermals ihre Mutter durch
ein Zeichen ſchweigen.
„Adalbert Delmare war mein Bruder „ſpollte es wahr ſein!“ rief Louiſa mit ſchallender Stimme. „Oh! Du biſt gerächt, meine Mutter!“ Und ſich an den Grafen wendend: „Nun, General Roland nun! mein Vater .. Du mußt ſtolz ſein auf Deine beiden Kinder!“
„Seine Tochter!“ murmelte abermals die Menge mit verdoppeltem Schrecken. „Dieſe Diebin iſt auch ſeine Tochter!“
„Folge mir Unglückliche,“ ſprach der Polizeiagent, Louiſa fortziehend.
In dem Augenblick, wo der Staatsanwalt und der Polizeiagent aus dem Leichenzimmer herauskamen, ſagte


