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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Der Graf ſchien den Major nicht zu hören, er warf unter einem Hohngelächter immer wildere Blicke um ſich her.

Die Gräfin näherte ſich ihrer Tochter, welche Char⸗ les Belcour nicht verließ.

Helena war allmälig wieder zum Bewußtſein ge⸗ langt; ſie öffnete ihre großen Augen ſtarr und auf Alles, was vorging, aufmerkſam. Zwei oder dreimal ſprach ihre Mutter zu ihr, doch ohne ihr zu antworten legte die junge Braut ihre Finger auf ihre Lippen, forderte durch ein Zeichen ihre Mutter zum Stillſchwei⸗ gen auf und ſchien mit einer düſtern Neugierde auf das, was man um ſie her ſagte, zu hören.

Die am Eingange des Salon gedrängte Menge der Gäſte hatte ein dumpfes Murmeln des Erſtaunens

vernehmen laſſen, als ſie die ſeltſame Haltung des Ge⸗

nerals unter dieſen Umſtänden wahrnahm und ſeine nicht minder ſeltſamen Antworten hötte.

In dieſem Augenblick erſchien der Kopf von Pietri in dem Rahmen der von den Polizeiagenten bewachten Thüre; der Corſe ſagte dieſem ein paar Worte in's Ohr und bezeichnete ihm zuerſt mit einer Geberde den Ort, wo Delmare eingeſchloſſen war, dann Louiſa, welche, aufrecht, die Stirne unbeugſam, die Lippen durch ein gräßliches Lächeln zuſammengezogen, ihr Loos vergaß, um ſich an einer Rache zu weiden, die noch hundertmal ſchrecklicher, als die, welche ſie in ihrem Haß gegen den Verführer ihrer Mutter geträumt hatte.

„Herr General,“ ſprach der Beamte, „wir wollen nun unſere Nachforſchungen beginnen, wenn Sie er⸗ lauben.“

„Sie werden nicht weit gehen, Herr Staatsanwalt,“ verſetzte der Polizeiagent, indem er ſeine plumpe Hand auf die weiße Schulter von Louiſa legte.

Da trat ein gewaltiger Lärm unter der Menge der Gäſte ein, denn es befremdete ſie nicht wenig, dieſe von den Gerichten Verfolgte, dieſe Betrügerin in elegantem