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aufgehoben wurden und die Gallerie voll von einer glänzenden, beſtürzten, ſchweigſamen Menge erſchauen ließen, durch die der Staatsanwalt gefolgt vom Polizei⸗ commiſſär drang.
Wankend und leichenbleich, begleitete ſie die Gräfin Roland, während Charles Belcour und der Major ſich um Helene beeiferten, welche, bleicher als ihr Kleid, den Kopf rückwärts geworfen, an allen Gliedern bebte; ein paar brennende Thränen entſchlüpften ihren halb⸗ geſchloſſenen Augenlidern.
Erſchrocken beim Anblick der Leute vom Geſetz, er⸗ rieth Louiſa zu ſpät, in welchen Hinterhalt Pietri ſie fallen gemacht, während er der Rache zu dienen geſchie⸗ nen, die ſie am Verführer ihrer Mutter nehmen wollte. Die junge Frau glaubte durch die Thüre, durch welche der Major Maurice eingetreten, entfliehen zu können, aber ein Polizeiagent, der hier aufgeſtellt war, trat vor und ſagte zu Louiſa:
„Verzeihen Sie, Madame, Niemand darf in dieſem Augenblick von hier weg.“
Louiſa neigte das Haupt und ballte vor Wuth die Fäuſte.
Der General ſtrengte ſich mächtig gegen ſich ſelbſt an, ging auf den Staatsanwalt zu und ſagte zu ihm:
„Mit welchem Rechte, mein Herr, führt man ſich ſo bei mir mitten in einem Feſte ein, das ich meinen Freunden gebe?“
Der Beamte erwiederte unter dem tiefen Stillſchwei⸗ gen der aufmerkſamen Menge:
„Ich fühle mich troſtlos, Herr General, verpflich⸗ tet zu ſein, in einem ſolchen Augenblick einen ſchmerz⸗ lichen Auftrag zu erfüllen, aber die Juſtiz hat ſtrenge Rechte, denen ſich Alle unterwerfen müſſen. Die Polizei fahndet ſeit langer Zeit nach zwei höchſt gefäbrlichen Verbrechern von denen der eine abwechſelnd die Namen Moriſſet und Saint Lambert angenommen hat und durch Contumaz zu fünf Jahren Zwangsarbeit


