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liche den Armen ihres Vaters; ſie näherte ſich Louiſa, welche ſich mit einer hölliſchen Freude an ihrer Rache weidete, und ſprach unter Schluchzen mit herzzerreißen⸗ dem Tone zu ihr:
„Sie lügen Sie lügen Sie ſind nicht meine Schweſter!!!“
„Doch, ich bin Deine Schweſter!“ erwiederte das unverſöhnliche Geſchöpf. „Ja, Du biſt die Schweſter einer Diebin die ihrem Liebhaber Meſſerſtiche ge⸗ geben hat! Ja, Du biſt meine Schweſter! ja! Dein Vater iſt auch der Meinige! . . . Sieh, ob er mir zu widerſprechen wagt! . . . . Er hat meine Mutter durch den Schmerz und den Jammer getödtet.“
„Ich ſage Ihnen, daß Sie lügen, denn mein Vater wäre ein Ungeheuer!“ rief Helene, in ein krampfhaftes Schluchzen ausbrechend. „Sie lügen! Alle Welt ver⸗ ehrt und ſegnet meinen Vater, hören Sie wohl?“
„Oh! das iſt um zu ſterben!“ rief der Graf, und in einem verzweifelten Entſchluß nahm er ſeine Tochter in ſeine Arme, hob ſie trotz ihres Widerſtandes und ihres Schluchzens auf und ſchickte ſich an, ſie durch den Ausgang, den Charles Belcour geöffnet hatte, wegzu⸗ tragen, als bei dieſer Thüre der Major Maurice bleich, erſchrocken erſchien und ihm zurief:
„Adalbert die Leute vom Gericht, ein Poli⸗ zeicommiſſär der Staatsanwalt . . . er will mit Dir ſprechen. Er muß ſchon dort in der Gallerie ſein.“
Bei dieſem neuen Schlag hätte der General faſt den Verſtand verloren. Unfähig, länger gegen ſo furchtbare Gemüthsbewegungen zu kämpfen, wurde ſeine Tochter beinahe ohnmächtig in ſeinen Armen und wäre zu Boden gefallen, ohne ihren Bräutigam, der ſie auf⸗ hielt, in einen Lehnſtuhl ſetzte und nicht mehr verließ.
Der Graf ſtand noch unter dem gewaltigen Ein⸗ druck des Erſtaunens, in das ihn die Worte des Majors verſenkten, als die Thürvorhänge des Salon wieder


