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entgegen, mit denen ſie in der Mitte der Gallerie in dem Augenblick zuſammentraf, wo Charles die Halter von den Thürvorhängen losmachte; dieſe kreuzten ſich beim Herabfallen und trennten ſo den Salon von der Gallerie.
Louiſa, in deren Zügen das Gepräge eines unver⸗ ſöhnlichen Haſſes, eines wilden Triumphes lag, hielt ſich unbeweglich wie die Bildſäule der Rache. Helene, welche bleich, ebenſo unbeweglich, die Hände gefaltet neben ihr ſtand und ſie voll Entſetzen betrachtete, vermochte kein Wort hervorzubringen, aber ihre Zähne ſchlugen durch ein convulſiviſches Zittern aneinander. Beinahe wahnſinnig vor Schmerz, Scham und Beſtürzung, war der General Roland nun darauf bedacht, ſeine Tochter dieſer gräßlichen Scene zu entreißen, und er rief, wäh⸗ rend er auf ſie zuging:
„Charles führen Sie ſie von hier weg 14
Aber Helene warf ſich ihrem Vater in die Arme, als wollte ſie eine Zuflucht bei ihm ſuchen, und mur⸗ melte wie im Irrwahn:
„Mein Vater! „ich träume wohl ? .. Was hier vorgeht, iſt nicht wahr ? dieſe Frau da „ iſt ein Geſpenſt,“ und ſie deutete mit zitternder Hand auf Louiſa, „dieſe Frau. welche betrogen.. welche geſtohlen hat... dieſe Frau iſt nicht Deine Tochter? es iſt nicht meine Schweſter?.. Du wirſt ihr ſagen, ſie lüge „ nicht wahr ? .. .5
„Schweige! . oh! ſchweige! . ſagte der Ge⸗ neral mit leiſer Stimme, denn er befürchtete in der Gal⸗ lerie gehört zu werden. „Komm! .. komm, unglück⸗ liches Kind! . ..
Und er bezeichnete Charles Bellecour, der nicht minder beſtürzt, die Thüre dem Orte gegenüber, wo Delmare eingeſchloſſen war, und ſagte:
„Charles öffnen Sie dieſe Thüre und führen Sie Helene weg.“
Doch immer mehr verwirrt, entſchlüpfte die Unglück⸗


