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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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mein Stillſchweigen vorziehen, aber meine lebhafte Dankbarkeit vermag den Namen meiner Wohlthäterin nicht geheim zu, halten.“

„Und ich billige Ihr Benehmen mit allen meinen Kräften,“ ſagte Helene mit bezaubernder Anmuth; „alle Perſonen, welche meine Mutter zu verbinden das Glück gehabt hat, müßten es machen, wie Sie, ſich empören, ganz laut ſprechen, und man würde ſo viele edle, ver⸗ borgene Handlungen erfahren!“

„Aber, meine beſte Freundin,“ ſprach der General im höchſten Maße erſtaunt, „Du haſt mir geſagt, Du kenneſt Madame nicht.“

„Ah! mein lieber General,“ verſetzte Louiſa lächelnd, „ſind Sie denn der Einzige, der nicht weiß, daß die Frau Gräfin nie die Perſonen anerkennt, die ſie mit ihren Wohlthaten überhäuft. . .

„Aber, Herr Charles,“ flüſterte Helene Bellecour zu, „ſie iſt ſehr liebenswürdig, dieſe Dame.“

„Allerdings, mein Fräulein,“ antwortete der junge Mann verlegen, während Louiſa fortfuhr:

„Noch viei mehr, mein lieber General, wird es Sie in Erſtaunen ſetzen, wenn Sie erfahren, aus wel⸗ chem Grund ich meine Wohlthäterin ſegne „. Stellen Sie ſich vor, daß ich noch vorgeſtern Gefangene in Saint⸗Lazare war. .„ Mein Gott,“ fügte ſie mit einer ſelbſtgefälligen Miene bei, „ich war Gefangene in Saint⸗ Lazare, verurtheilt, einen Meſſerſtich meinem Geliebten gegeben zu haben, und durch die wohlwollende Für⸗ ſorge der Frau Gräfin bin ich heute frei, mein lieber General, und mein erſter Beſuch iſt, wie Sie ſehen,

meiner Gönnerin geweiht.“

„Mein Gott! Mama,“ rief Helene ganz zitternd, „dieſe Dame iſt toll!“

„Meine liebe Freundin,“ rief der General, „ich bitte, was bedeutet..

„Das bedeutet,“ erwiederte die Gräſin ganz außer ſich, indem ſie ſich mit einer niederſchmetternden Ge⸗