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General Ihnen dafür bürgen, daß, obſchon ich nicht die Ehre habe, von Ihnen eingeladen zu ſein, der Name meines Mannes, eines ehemaligen Waffengefährten des Generals, mir auf die Gunff, Ihnen vorgeſtellt zu werden, hoffen zu dürfen geſtattet hätte. Nun, mein lieber General,“ fügte ſie bei, indem ſie auf den Gra⸗ fen zuging, deſſen Beklommenheit ſich jeden Augenblick vermehrte, „nun ſtelle ich mich unter den Schutz unſerer guten, alten Verbindung, um Sie zu bitten, mein Ver⸗ theidiger bei der Frau Gräfin zu ſein.“
Dieſe blieb ganz niedergeſchmettert. Es waren nicht nur die Züge ihrer Schutzbefohlenen von Saint⸗ Lazare, was ſie in der Baronin von Montglas wiederfand, eine Aehnlichkeit, welche ſtreng genom⸗ men möglich, obgleich außerordentlich, es war auch ihre Stimme, ihr Ton. Ohne dieſe wahrhaft furcht⸗ bare Aehnlichkeit würde die Gräfin in dem ſo ſtark indisereten Schritt dieſer Unbekannten nur einen Mangel an Lebensart geſehen haben, und, obgleich ärgerlich, hätte ſie dieſelbe vielleicht entſchuldigt; doch dieſe unbegreif⸗ liche Aehnlichkeit mit Louiſa Beaulieu und ihr Appel⸗ liren an Erinnerungen des Generals hinſichtlich alter, freundſchaftlichen Beziehungen, die er nicht Lügen ſtrafte. Alles verſetzte die Gräfin in eine grauſame Verwirrung.
Der General faßte einen verzweifelten Entſchluß: die Baronin von Montglas als eine ſchamloſe Intri⸗ gantin kurz abweiſen, hieß ſich der Gefahr ausſetzen, ſie zu ärgerlichen Erklärungen anzuſtacheln, welche übel ausgelegt werden konnten, obgleich er ſich nichts vor⸗ zuwerfen hatte; in der Hoffnung, dieſe zweideutige Baronin würde in der Menge, welche bald die Salons überſtrömen ſollte, nicht bemerkt werden, ſagte er zu Frau mit einem gezwungenen Lächeln, denn er log:
„Ich bedaure, meine liebe Freundin, daß ſich Frau von Montglas nicht an mich gewendet hat, um die
Die Kinder der Liebe. 22
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