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Geſchmacke bewundern zu laſſen?“ ſagte lachend He⸗ lene. Dann ſetzte ſie mit verdoppelter Heiterkeit hinzu: „Ah! mein armer Pathe Maurice, der ſich als Schild⸗ wache aufgeſtellt hat, um die Erſtlinge der Eleganz zu bekommen! ... ich befürchte, diesmal wird er be⸗ trogen ſein!. . .“ und ſie lachte abermals auf's Tollſte.
„Ah! Helene, ſei doch vernünftig,“ ſagte lächelnd die Gräſin zu ihrer Tochter, „und laß uns ein wenig nachſehen, wer dieſe Eifrigen ſind.“
Die Frau des Generals und ihre Tochter wandten ſich nach der Gallerie, als durch eine Seitenthüre des Salon Charles Bellecour eintrat; er ſah ſehr unru⸗ hig aus und ſprach zu ſich:
„Pietri hat mich aufgefordert, in meinem Zimmer den letzten Brief meines Vaters zu holen. Der Augen⸗ blick naht, wie er mir geſagt hat . .. Es bedroht uns alſo ein Unglück? Ich bin von einer Angſt ...
„Ah! hier iſt endlich Herr Charles!“ rief Helene, „er wird uns vielleicht ſagen, wer die Perſonen ſind, welche ſo frühe kommen.“
„Als ich durch das Vorhaus ging, mein Fräulein, ſah ich in den Warteſaal nur eine Dame eintreten, welche aus ihrem Wagen ausſtieg. Sie ſchien mir reizend und ſehr elegant.“
„Ich athme!“ ſagte beiſeit der General, „das iſt nicht Bourgueil und ſeine Frau!“
„Für eine Elegante,“ verſetzte das Mädchen, „kommt ſie ſehr frühzeitig !. .. Nun iſt mein Pathe Maurice wenigſtens im Stand, ſeine philoſophiſchen Beobachtun⸗ gen zu beginnen.“
„Die Frau Baronin von Montglas,“ meldete von fern ein Kammerdiener im Hintergrunde der langen Gallerie, welche Louiſa Marchetti, genannt Baronin, von Montglas, und am Tage vorher noch Gefangene in Saint⸗Lazare unter dem Namen Louiſe Baulien, durch⸗ laufen mußte, um in den Salon zu gelangen, in dem ſich die Gräfin befand.


