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finden wir meinen Pathen. Wir wollen ihn mit uns hieher nehmen. Ah! ja wohl! Durchaus nicht! er ſagt uns, er habe ſich als Schildwache aufge⸗ pflanzt, und dies mit einer ſo komiſchen, ſo komiſchen Miene, daß mich ein närriſches Gelächter ergreift.“
„Und warum war Maurice als Schildwache da, liebe Tochter?“
„Ah! mein Vater, ich laſſe Dich hundertmal, tauſendmal rathen, und Du wirſt es nicht finden.“
„Laß hören.“
„„Meine kleine Helene,““ ſpricht mein Pathe mit der Dir bekannten Kaltblütigkeit, „einem alte Wolf, wie ich, wäre es unbehaglich in Euern Salons, un⸗ ter allen Euren hübſchen Frauen, und dennoch ſehe ich ungemein gern hübſche Frauen in ihrem Ballſtaat: das erinnert mich an meine Jugend; um ſie nun zu bewundern, bleibe ich in den erſten Logen dieſes Warte⸗ ſaals und bin hier ganz ungenirt .. Und dann kann ich ſie hier ihre Mäntel ablegen, einen letzten Blick in den großen Spiegel werfen, eine Haarlocke zurecht richten, kurz eine Menge kleine coquette Geberden machen ſe⸗ hen; und für einen Philoſophen iſt das ein höchſt ergötzliches Schauſpiel; endlich habe ich den Voraus von Allen dieſen Eleganzen, die Ihr Andern erſt nach mir ſeht; ich bleibe daher hier als Schildwache.““ Und er ſtellte ſich kerzengrade, wie ein Soldat unter dem Gewehr, auf. Doch er erzählte uns dies Alles mit einem ſo komiſchen Ernſt, daß wir, ich, Mama und Herr Charles, der mir, beiläufig geſagt, ſehr lange nicht zurückzukommen ſcheint, uns eines ſchallenden Geläch⸗ ters nicht erwehren konnten.“
„Guter Maurice, welche Geiſtesgegenwart!“ ſagte der General bei Seite.
Dann ſprach er lächelnd zu Helene:
„Dein vortrefflicher Pathe iſt, wie immer, ein we⸗ nig originell. Ihr habt alſo ſeit einer Viertelſtunde den Warteſaal nicht verlaſſen?“


