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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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330 Plötzlich hörte man auf der Seite der Gallerie

die Stimme der Gräfin, ſtellenweiſe unterbrochen durch

das ſanfte Lachen ihrer Tochter.

Bei dieſem Geräuſch bebte der General, er erhob ſich, in ſeinen Zügen das Gepräge einer unausſprech⸗ lichen Angſt, wandte ſich an Delmare mit einer Mi⸗ von herzzerreißendem Schmerz und Würde und prach:

„Hier kommen meine Frau und meine Tochter;

»Sie können mich in dem ſchlagen, was ich Theuerſtes auf Erden habe; thun Sie es, das wird mein Strafe ſein

„Sie haben zu mir mit Thränen in den Augen geſprochen,“ erwiederte Delmare mit tief bewegtem Tone, indem er ſich raſch nach der Thüre wandte, welche der Graf offen gelaſſen hatte; „ich ſchäme mich meines Be⸗ nehmens. Dank ſei Ihnen, daß Sie mir Gelegenheit gaben, es wieder gut zu machen!“

„Ah! Alles iſt vergeſſen!“ rief der General, der kaum an dieſen plötzlichen Umſchlag glauben konnte. „Du ſprichſt als Sohn, Du wirſt in mir einen Vater finden! Tritt hier ein, nach dem Feſte werde ich wie⸗ der zu Dir kommen.“

„Mein Herr,“ ſprach Delmare mit feuchtem Blick in dem Moment, wo ſich die Thüre zum erſten und zum letzten Mal vielleicht hinter ihm ſchließen ſollte, „Ihre Hand.“

„Hier iſt ſie, und zwar von ganzem Herzen,“ er⸗ wiederte der General, indem er ihm ſeine Hand reichte; „Alles iſt vergeſſen!“

Und er ſchloß haſtig die Thüre und ſteckte den Schlüſſel in dem Augenblick in den Sack, wo ſeine Frau und ſeine Tochter vom Hintergrunde der Gallerie herbeikamen und lachend in den Salon eintraten. Pietri hatte aus ſeinem Verſteck den Grafen Delmare ein⸗

ſchließen ſehen.

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