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ſo hätte ich mich nicht ſchlechter gemacht, als ſo viele Andere. Doch dies Alles war Ihnen ganz gleichgül⸗ tig! Während der Sohn heute bettelnd, morgen als Glücksritter lebte, war der Vater ...“
„Ihr Vater,“ fiel der General mit tief erſchütterter Stimme ein, „Ihr Vater weinte blutige Thränen über das Unglück, das er verurſacht hat, und ſuchte es durch ein beſſeres Leben zu ſühnenz für Ihren Vater ging kein Tag vorüber, ohne daß er ſich voll Angſt fragte, was aus Ihnen geworden; denn Ihre Mutter war mit Ihnen verſchwunden, als ich beinahe ſterbend an den Folgen jenes gräßlichen Duells darniederlag. Und wenn Sie geſtern, ſtatt Liſt gegen den Major Maurice, meinen beſten Freund, zu gebrauchen und aus ſeinem Hauſe zu entfliehen, ihn angehört hätten, ſo würde er Ihnen von meinen Gewiſſensbiſſen, wenn ich von Ihrer unglücklichen Mutter, von meinem Bedauern und meiner Beſorgtheit, wenn ich von Ihnen, deſſen Schickſal ich nicht kannte, ſprach, geſagt haben.“
„Mein Herr,“ erwiederte Delmare trotz ſeines cyni⸗ ſchen Weſens gerührt durch die Erſchütterung ſeines Va⸗ ters, die ſich ſo ſchmerzlich in ſeinem edlen, ſchönen Geſichte ausdrückte, „wenn ich hätte glauben können, Sie hegen einige Zuneigung für mich .
„Eil ſehen Sie denn nicht, daß ich weine, daß ich Alles vergeſſe, daß meine Frau und meine Tochter je⸗ den Augenblick hieher kommen können 4
Und trotz der Stärke ſeines Charakters, konnte der General dieſer heftigen Erſchütterung nicht widerſtehen; er ſank in einen Lehnſtuhl, verbarg ſein Geſicht abermals in ſeinen Händen und rief:
„Ah! ich bin ſehr unglücklich!“
Pietri, der, von Zeit zu Zeit die im Täfelwerk der Gallerie angebrachte Thüre ein wenig öffnend, aufmerk⸗ ſam den verſchiedenen Entwickelungen dieſer Scene ge⸗ folgt war, ſtreckte in dieſem Augenblick den Kopf aber⸗ mals herein, um zu beobachten.


