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„Nein, Herr Major, ich glaube, der Herr Graf kleidet ſich vollends an.“
„Und Pietri. wiſſen Sie, wo er iſt?“
„Ich habe ihn ſo eben durch den Warteſaal gehen ſehen. Doch hier kommt der Herr Graf.“
Der General Roland trat in der That, für das Abendfeſt mit einer ſtrengen Eleganz gekleidet, ein, er trug das große rothe Band auf ſeiner weißen Weſte und den Stern der Ehrenlegion mit Diamanten beſetzt auf der linken Seite ſeines ſchwarzen Frackes; er ſah bleich aus; eine unbeſtimmte Unruhe war in ſeinen ſchönen Zügen zu leſen. Als er den Major erblickte, ging er ihm raſch entgegen und ſagte:
„Nun, Maurice! nichts Neues?“
„Nichts. und überdies, da Delmare weder ge⸗ ſtern, noch im Verlaufe des heutigen Tages zu Dir ge⸗ kommen iſt, ſo haſt Du nun ſeine Gegenwart vor mor⸗ gen nicht mehr zu befürchten.“
„Ich glaube auch nicht, daß er die Stunde dieſes Feſtes wählen würde, um eine ſolche Unterredung mit mir zu pflegen.“
„Für jeden Fall, Adalbert, ſind, wie ich Dir ge⸗ ſagt habe, meine Vorſichtsmaßregeln getroffen.“
„Ich danke, Maurice, das iſt ſchon eine Sorge weniger .. Was Herrn von Bourgueil betrifft, ſo biſt Du ſicher?“
„Ich bin nur deſſen ſicher, was ich ihm geſtern geſagt habe, und ich wiederhole es zu Deiner Beruhi⸗ gung: „Mein Herr, Sie haben ſich für das Feſt⸗ das der General Roland gibt, eine Einladung ver⸗ ſchafft, weil Sie in einer nothwendig gehäſſigen Ab⸗ ſicht Ihre Frau und Ihre Tochter dahin zu führen ge⸗ dachten. Ich erkläre Ihnen, daß ich mich, wenn Sie bei dieſem Plane beharren, durch ein Mittel widerſetzen werde, das Ihnen ſehr ſonderbar, ſehr lächerlich viel⸗ leicht vorkommen wird: mit einem Worte, Sie finden mich als Schildwache vor der Thüre des Warteſaals, die ich


