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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Die Gräfin Roland und ihre Tochter näherten ſich Charles Bellecour, den ſeine Unterredung mit Pietri in einer unbeſtimmten Unruhe ließ; er vergaß ſie bald beim Anblick von Helene, deren weißer Ball⸗ und Braut⸗ anzug reizend war.

„Herr Charles,“ ſagte ſie lächelnd zu dem jungen „ Adjutanten, „finden Sie mein Kleid hübſch 2“

„Reizend, mein Fräulein.. Dieſe Garnitur von weißem Flieder, Ihrem Kopfputz ähnlich, iſt von einer Friſche und einer Eleganz...“

„Meine Mutter hat ſie gewählt.. Sie ſehen, Herr Charies, ſie verſteht es, ihr Idol, wie ſie mich nennt, zu ſchmücken.“

„Ja,“ ſagte lächelnd die Gräfin, „was ich ihm aber nicht allein zu geben vermöchte, meinem Idol, das iſt das Glück, das Deine Züge belebt, die Freude, die in Deinen Augen glänzt, und dieſen Schmuck ver⸗ dankſt Du, glaube ich, ein wenig Herrn Charles.“ 6

„Herr Charles,“ ſagte das Mädchen mit einem be⸗ zaubemdiſ Lächeln, „muß ich geſtehen, daß das wahr iſt?

„Eine Antwort würde mir leicht, mein Fräulein, wäre es mir erlaubt, Ihr Glück nach dem, welches ich empfinde, zu beurtheilen.“

„Ihr ſeid alſo ſehr glücklich, meine Kinder 2“ ſagte die Gräfin, indem ſie die beiden jungen Leute mit einer unausſprechlichen Rührung anſchaute.

„Ah! meine Mutter!“

„Ah! Frau Gräfin!“ erwiederten ſie, während jedes eine von den Händen der in ihrer Mitte ſtehenden Generalin nahm. Dieſe wandte ſich an Herrn Belle⸗ cour und ſagte zu ihm:

„Frau Gräfin, dieſes Wort iſt ſehr ceremoniös, Herr Charles. Zum Glück können Sie übermorgen zu mir, wie Helene ſagen: Meine Mutter, und ich zu Ih⸗ nen: Charles. Geduld! Geduld! wir werden uns ent⸗ ſchädigen; doch mittlerweile kommt Ihr Beide mir mir;