Druckschrift 
Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—

31⁵

Helene kennen lernen. Sie haben das innige Vertrauen meines Vaters beſeſſen . . und heute Abend machen Sie mir zum erſten Mal dieſe Mittheilung!. . Haben Sie denn bange vor meiner Dankbarkeit?“

„Ich ſah Sie glücklich . . das genügte mir.“

„Ah! Pietri, wie ſehr haben der General und ſeine Familie Recht, Sie zu lieben! Welch ein Glück für mich, daß ich nun auch ſo viele Gründe habe, dieſe Zuneigung zu theilen!“

„Oh! Herr Charles, halten Sie ſich nicht für quitt gegen den alten Pietri: . . . ich habe meinerſeits auch etwas von Ihnen zu erbitten.“

„Deſto beſſer. ſprechen Sie geſchwinde .

„Ich lege um ſo mehr Gewicht auf dieſe Bitte, als .

„Sie iſt zum Voraus bewilligt, mein guter Pietri.“

„Laſſen Sie mich doch enden; ich ſagte, ich lege um ſo mehr Gewicht auf dieſe Bitte, als es ſich um meinen lieben Herrn handelt.“

„Um den General?“

„Ja. Herr Charles, nicht wahr, es bleibt Ihnen ein letzter Brief von Ihrem Vater, von dem Sie noch nicht Kenntniß genommen haben?“

„Es iſt wahr, es fehlen noch drei Monate, bis die Zeit, wo ich dieſen Brief öffnen ſoll, gekommen iſt.“

„Nach Allem, was ich Ihnen geſagt habe, müſſen Sie überzeugt ſein, daß ich mich des innigen Vertrauens Ihres Vaters erfreute, und daß ich in meiner geringen Sphäre Ihnen zu dienen bemüht war.“

„Ich wiederhole, ich verdanke Ihnen Alles, Alles: die Zuneigung des Generals, die Hand ſeiner Tochter..“

„Wohl denn, ſo hören Sie: es kann ſein', daß Sie vor der zur Eröffnung des letzten Briefes Ihres Vaters beſtimmten Zeit dem General einen ſehr großen Dienſt zu leiſten im Stande ſind.“

„Und wie?“

„Indem Sie den für das Leſen dieſes Briefes be⸗ ſtimmten Zeitpunkt vorrücken.“