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hart, ſtreng, ſtelle ich Dir das finſtere Gemälde der Vergangenheit vor Augen, ſo geſchieht es, weil die Gegenwart droht, weil ich Dich gern entſchloſſen genug ſehen möchte, um zu entfliehen und ſo Dich und die⸗ Deinigen vor Gefahren ſicher zu ſtellen, die der Inſtinet meiner Freundſchaft vorherſieht . . . Und Du weißt, meine Ahnungen haben mich ſelten betrogen.“
„Maurice,“ erwiederte der General mit ernſtem Ton, „ſoll mich eine ſchreckliche, providenzielle Strafe treffen, ſo werde ich ihr nicht entgehen .. nein, ebenſo wenig als man dem Blitz durch die Flucht ent⸗ geht. Dieſe Strafe wird mich überall, an jedem Ort, zu jeder Stunde erreichen. Iſt im Gegentheil das Gute, das ich ſeit zwanzig Jahren zu thun geſucht habe, eine genügende Sühnung, ſo habe ich nichts zu befürchten ..
„Höre, dieſer ruhige Fatalismus iſt wahnfinnig vor ſo entſchiedenen Gefahren, wie die, von denen Du bedroht biſt. Ich bin nicht in die Geheimniſſe der Vor⸗ ſehung eingeweiht, ich ſage nur: „„Vor zwanzig Jah⸗ ren haſt Du Böſes gethan; die Folgen von dieſem Böſen erſcheinen heute und drehen ſich gegen Dich! Iſt es Beſtimmung, Strafe der Vorſehung, göͤttliche Gerechtigkeit, Zufall? Gleichviel! es iſt ſo und die Gefahr beſteht! ich gebe Dir, meiner Anſicht nach, das beſte Mittel an, ſie zu beſchwoören. Du ziehſt die Un⸗ thätigkeit vor? Du ſagſt Dir: „„Soll ich geſchlagen werden, ſo werde ich es ſein; ſoll ich nicht geſchlagen werden, ſo werde ich es nicht ſein.““ Gut! ich hoße, Du wirſt es nicht ſein, thue aber doch wenigſtens, was es hiezu braucht; es iſt immer das alte Sprüch⸗ wort: Hilf Dir, und der Himmel wird Dir helfen!“
„Maurice,“ ſprach der General mit innigem Ton, „ſtreiten wir nicht mehr. Deine zärtliche Freundſchaft für mich übertreibt die Gefahr. Stark durch mein Gewiſſen, werde ich ihr trotzen.“


