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„Mein Freund, glaube mir, ich muß es Dir wieder⸗ holen, ſelten haben mich meine Ahnungen betrogen.“
„Gutes, braves Herz,“ erwiederte der General ge⸗ rührt, „Du biſt wie der Mann der Fabel. Er kommt zu ſeinem Freund. „„Was haſt Du 2. Ich habe geträumt, Du ſeiſt von einem Unglück bedroht.““
„Adalbert,“ ſprach der Major mit beinahe feier⸗ licher Stimme, „die Vergleichung iſt richtiger, als Du glaubſt.“
„Wie! ſollten Deine Beſorgniſſe von einem Traume herrühren?“
„Sie mögen hievon oder von etwas Anderem her⸗ rühren, durch die Thatſachen von geſtern und von heute gerechtfertigt, ſind meine Befürchtungen ſo tief, daß ich Dich zum letzten Male anflehe, Paris noch heute Abend
zu verlaſſen und auf einige Zeit entfernt mit denen,
welche Du liebſt, zu leben.“
„Maurice!“ rief der Graf mit einer Art von ſchmerzlichen Ungeduld, „ich habe es Dir geſagt: nein .. das iſt nein.“
„Mein Freund,“ erwiederte ſanft der Major, „dieſe Antwort beweiſt mir, daß es wahnſinnig von mir wäre, nur daran zu denken, noch gegen Deine hartnäckige Feſtigkeit zu kämpfen .. Das Schickſal gehe in Er⸗ füllung! Du wirſt es gewollt haben ... Kehren wir nach Paris zurück. .. Ich will mich vor Allem mit Herrn von Bourgueil beſchäftigen.. Was Deinen Sohn Delmare betrifft .. . erwarten wir ihn, da wir ſeine Wohnung und ſeine Abſichten nicht kennen; ich werde Dich in dieſen Tagen nicht verlaſſen; Du kannſt meiner bedürfen.“
„Und ſind die leeren Schrecken und Befürchtungen Dei⸗ ner Freundſchaft verſchwunden wie der Traum, der ſie vielleicht veranlaßt hat,“ ſagte der General ſeinem Freunde die Hände drückend, „ſo brechen wir mit einander nach meinem Geſandtſchaftspoſten in Neapel auf . Du haſt es meiner Tochter verſprochen.“


