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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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gen, ſo doch in einem andern, vor Deiner Frau, vor Deiner Tochter ſagt: „„Sie find ein Schändlicher, Sie haben den Ehebruch und die Trauer in mein Haus ge⸗ bracht, Sie, den ich als Freund behandelt!““ Ah! Du glaubſt zwanzig Jahre Sühnung (und welche furchtbare Sühnung? ein häusliches Glück aller Augenblicke), ge⸗ nügen, die Vorſehung zu entwaffnen, der Du ſpotteſt? Du glaubſt, ſie vertage nicht häuſig ihre Streiche, um ſie ſicherer zu machen? Ah! Du wunderſt Dich, daß die Thränen, die Deinetwegen vor zwanzig Jahren ge⸗ floſſen ſind, daß das Blut, welches Du vergoſſen, ſich heute gegen Dich erheben? Ah! Du empörſt Dich gegen die Vorſehung und gegen das, was Du ihre Launen nennſt? Ahl weil Dir Alles heute lächelt, weil Du das Ideal der menſchlichen Glückſeligkeit berührſt, findeſt Du as ungeheuerlich, daß diejenigen, welche Dir die Schande, den Schmerz, den Jammer, die Reue ihres ganzen Le⸗ bens zu verdanken haben, ſich nun wie Geſpenſter der Vergangenheit erheben und Dir zurufen: „„Zu dieſer Stunde rechnen wir mit einander!““ „Maurice,“ erwiederte der General Roland mit einer peinlichen Anſtrengung, „Du hatteſt mich ſeit zwanzig Jahren an mehr Nachſicht gegen Fehler ge⸗ wöhnt, für die ich Verzeihung verdient zu haben glaubte.“ „Adalbert,“ ſprach der Major mit tief bewegter Stimme, „nicht die Menſchen verzeihen, ſondern Gott.“ „Oh! was wäre denn die Gerechtigkeit Gottes, wenn ſie auf unſchuldige Geſchöpfe, wie meine Frau und meine Tochter, zurückfiele!“ „Und Madame Delmare? und Paula? und Frau von Vourgueil? waren ſie nicht unſchuldig an allem Uebel, ehe ſie von Dir verführt worden? Was war ihr Verbrechen? Und dennoch ſind ihre Leiden entſetzlich geweſen! Adalbert . . mein Freund mein alter Freund . fuhr der Major, die Hände des Grafen

mit innigem Erguß ergreifend, fort, „iſt meine Sprache