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„So ſprich doch!“
„Schicke dem König in zwei Stunden Deine Ent⸗ laſſung als Botſchafter.“
„Maurice . was denkſt Du?“
„Triff zu gleicher Zeit in aller Eile Anſtalten zu Deiner Abreiſe, und laß Poſtpferde holen.“
„Sprichſt Du im Ernſte?“
„Vor dem Ende des Tages ſteige mit Deiner Frau, Deiner Tochter und Charles Bellecvur in den Wagen.“
„Maurice!“
„Reiſe incognito und verheirathe dieſe Kinder in Deutſchland, in Italien, wo Du willſt .. aber reiſe von Paris geräuſchlos noch heute Abend ab und laß den Sturm vorüberziehen, der, ich ſehe und fühle es vorher, furchtbar ſein wird.“
„In der That, Maurice, was Du mir da vorſchlägſt, iſt unerhört, wahnſinnig.“
„Ohl nein, nein!“
„Eil kann ich einen ſolchen Rath anders bezeich⸗ nen? Wie! ich Paris fliehen wie ein Narr⸗ ohne daß ich meiner Fran, meiner Tochter einen Grund anzugeben habe .. Ich ſoll mich durch dieſe plötzliche Entlaſſung von meinem Botſchafterpoſten, worauf ein unerklärliches Verſchwinden folgen würde, den unglaub⸗ lichſten Auslegungen ausſetzen? Dieſe Beleidigung ſoll ich dem König, der mich mit ſeiner Güte überſtrömt, den Prinzen anthun, die morgen meinem Feſte bei⸗ wohnen werden? ich ſoll mich in den Augen Aller un⸗ geheuer lächerlich machen? ich ſoll mich mit Scham in den Augen meiner Frau und meiner Tochter bedecken? ich ſoll vor ihnen erröthen, weil ich ſie belügen müßte, um ihnen ein unbegreifliches Benehmen, wenn das mög⸗ lich iſt, zu erklären? Ich ſoll mich zu einer ſolchen Ertremität entſchließen? warum? weil dieſer Delmare, die Frucht einer augenblicklichen Verirrung, ohne Zwei⸗ fel auf den Scandal ſeiner Geburt ſpeculiren will?


