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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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„Aber, mein Freund, Du beſtätigſt eine Thatſache, vie uns Pietri freiwillig mitgetheilt hat! Woraus ſollte Dein Mißtrauen eniſtehen?“

„Laß mich endigen. Nachdem ich ſo einige Fetzen von Sätzen, welche genügten, um meine Beſorgniß zu vermehren, erwiſcht hatte, ſah ich, wie Pietri und Del⸗ mare ſich trennten. Ich folgte dem Letzteren, Deinem Sir denn es läßt ſich nicht bezweifeln, er iſt Dein

ohn.“

„Woher weißt Du das?“

„Die Aehnlichkeit mit Dir iſt auffallend.“

„Wie haſt Du das bei Nacht bemerken können?“

„Ich habe ihn dieſen Morgen wiedergeſehen.“

„Wo?“ 2

„Hier.“

„Hier?“

„Er war bei mir, als Du eintratſt.“

„Er kennt Dich alſo? Wie kam er hierher?“

„Geſtern Abend folgte ich ihm und ſprach ihn an, öhne ihm mitzutheilen, daß ich einen Theil ſeiner Unter⸗ redung mit Pietri erlauſcht hatte; ich ſagte ihm, ich ſei Dein vertrauter Freund und könne ihm nützlich ſein; ich fand in ihm einen unerforſchlichen Menſchen, der ſich weigerte, mir zu antworten; er mißtraute mir natür⸗ lich. Auf's Gerathewohl gab ich ihm meine Karte, in der Hoffnung, das Intereſſe, die Neugierde, die Ueber⸗ legung würden ihn vielleicht hierher führen. Ich täuſchte mich nicht.“

„Und was hat er Dir geſagt? was will er? was für ein Menſch iſt es in moraliſcher Hinſicht?“

„Ich weiß es noch nicht. Bei dieſem Zweifel wollte ich mich ihm nur halb eröffnen, ich machte ihm jedoch begreiflich, wenn er einem Gefühle kindlicher, vielleicht unüberlegter, aber ehrenwerther Zärtlichkeit nachgeben würde, ſo könnte er, wofern er ſich voll Zu⸗ rückhaltung benähme, wohl Deine Theilnahme verdienen, wenn er aher auf das Aergerniß zu ſpeculiren hoffe,