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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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„Klage ich Dich denn etwa an? Eine einfache Sache ſtellt ſich heraus; wir ſprechen mit Dir davon, Du erklärſt Dich, wir glauben Dir, und beſſer noch, mit Deinem ſchlichten, geſunden Verſtand findeſt Du, was der Major und ich nicht finden konnten, denn offen⸗ bar, nicht wahr, Maurice? offenbar gibt uns Pietri die einzige wahrſcheinliche Löſung in Betreff dieſer Ein⸗ ladung.“ „Das iſt wahrſcheinlich,“ antwortete der Major, immer mehr erſchüttert in ſeinem Mißtrauen gegen den Corſen; denn die Gründe von dieſem ſchienen ſo ſtich⸗ haltig, er drückte ſich mit ſo viel Treuherzigkeit und mit einem ſolchen Anſchein von Aufrichtigkeit aus, vaß Maurice fühlte, wie ſich ſeine Zweifel beinahe gänzlich zerſtreuten. Er ſagte indeſſen zu dem Corſen:

„Pietri, ich bitte Sie, laſſen Sie uns allein.“

Pietri verbeugte ſich und wandte ſich mit einer un⸗ ſtörbaren Dreiſtigkeit nach der Thüre; nur fragte er in dem Augenblick, wo er wegging:

„Mein lieber Herr, ſoll ich Ihre Befehle erwarten, oder allein nach Paris zurückkehren?“

„Nein, warte, ich bedarf Deiner vielleicht.“

Sobald der Corſe ſich entfernt hatte, ſprach Mau⸗ rice zu ſeinem Freund:

„Adalbert, ich habe Dir eine Mittheilung von ſehr zarter Art zu machen.“

„Was willſt Du damit ſagen?“

„Aus Gründen, deren Erklärung in dieſem Angen⸗ blick unnütz wäre, habe ich Pietri unbeſtimmt mißtraut.“

Der General wich ein paar Schritte zurück, als könnte er nicht an das, was er hörte, glauben; dann erwiederte er:

„Wahrhaftig, Maurice, ich muß Dich bitten, mir zu wiederholen, was Du ſo eben geſagt haſt.“

„Ich wiederhole Dir, daß ich Pietri unbeſtimmt mißtraut habe.“

„Pietri?“