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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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mit innigem Ton, „Sie haben Vertrauen genug zu der Treue Ihres alten Pietri, um ihm zuweilen Ihre ge⸗ heimen Gedanken zu ſagen. So habe ich durch Sie erfahren, wie ärgerlich es Ihnen war, daß Sie oft in den Salons, die Sie mit Ihrer Familie beſuchen, Frau von Bourgueil trafen, wobei Sie, ich glaube, nicht ohne Recht, annahmen, die unglückliche Frau gebe hierin nur dem boshaften Bedrängen ihres Mannes nach.“

„Allerdings habe ich dies geſagt, doch was ſchließeſt Du hieraus?“

„Ei! mein Gott, etwas ganz Einfaches, lieber Herr.. Warum ſollte nicht Herr von Bourgueil, ich weiß nicht in welcher Abſicht, einen Einladungsbrief in Ihrem Namen, Herr General, und in dem der Frau Gräfin haben lithographiren oder drucken laſſen ? .. einen Brief, deſſen Namen Herr von Bourgueil aus⸗ gefüllt oder hätte ausfüllen laſſen ?. . denn wäre ich genöthigt, mich in den Augen meines lieben Herrn we⸗ gen der Unbeſonnenheit, die man mir vorwirft, zu ent⸗ laſten, ſo könnte man ſich leicht verſichern, ob die Na⸗ men von Herrn und Frau von Bourgueil von meiner Hand geſchrieben find und ich ſchwöre Ihnen bei meiner ehrfurchtsvollen Zuneigung zu Ihnen „ ich

ſchwöre Ihnen .. .

Und er drückte die Hand an ſeine Augen und fügte mit einer zitternden, mit Thränen gemiſchten Stimme bei:

„Nein, ich hätte nie gedacht, ich würde in meinem Alter in den Verdacht einer ſolcher Unbeſonnenheit ge⸗ rathen.“

„Ah! mein alter Pietri,“ ſagte der General voll Güte, „Du wirſt Dich nicht wegen einer Erbärmlich⸗ keit betrüben!“

„Mein lieber Herr,“ etwiederte der Corſe ſeine Augen trocknend, „ich bin kein Leichtſinniger; ich bin nur ein armer Menſch ohne Bildung, aber ich begreife die Tragweite der Dinge.“