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„wie kommt es, daß Frau von Bourgueil, welche nicht auf der Liſte war, eine Einladung für morgen erhalten hat?“
„Frau von Bourgueil?“ verſetzte Pietri mit der Miene der Welt, „das iſt unmög⸗ i h.“
„Es iſt dennoch ſo,“ entgegnete der Major.
„Ich kann meinen lieben Herrn verſichern, daß
vas falſch iſt; ich habe Frau von Bourgueil keine Ein⸗ ladung geſchickt; einmal aus dem einfachen Grunde, weil dieſe Dame nicht auf der Liſte ſtand, und dann,“ fügte der Corſe mit einer gewiſſen Bewegtheit bei, „weil ich weiß, aus welchen ernſten Gründen Frau von Bourgueil zu einem Feſte bei meinem lieben Herrn nicht kommen kann .. . Gerade geſtern Morgen noch hatte mich die Fran Gräfin mit einer ziemlich delicaten Sendung beauftragt: ich mußte mich nämlich erfundi⸗ gen, ob Frau von Bourgueil ausgegangen oder nicht ausgegangen ſei, und in letzterem Fall nur die Karte der Frau Gräfin abgeben, da ſie ihren Beſuch Frau von Bourgueil in Perſon zurückgeben wollte, ohne ſie zu Hauſe zu treffen. Ich führe dieſen ſehr unbedeuten⸗ den Umſtand meinem lieben Herrn an, um ihm zu be⸗ weiſen, daß ich aus tauſend Gründen nicht die Unbe⸗ ſonnenheit begehen konnte, Frau von Bourgueil auf die Einladungsliſte zu ſetzen.“
„Wie kommt es aber dann, daß Herr von Bour⸗ gueil ſelbſt dieſe Einladung ſeiner Frau übergaben hat?“ frug der Major.
„Ahl Herr von Bourgueil hat dieſe Einladung ſelbſt ſeiner Frau übergeben?“ ſagte Pietri nachden⸗ kend. Dann bebte er, als würde er plötzlich von einem Gedanken berührt, und rief:
„Ah! Herr Major, „ich glaube nun Alles zu er⸗ rathen.“
„Was?“ ſagte der General, „was erräthſt Du?“
„Mein guter, lieber Herr,“ erwiederte der Corſe


