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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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„Fahren Sie fort.“

„Es war mein erſter Gedanke, Herr Major, Ih⸗ nen Alles anzuvertrauen, denn ich befürchtete, den Ge⸗ neral unnöthig zu beunruhigen, da im Ganzen dieſer vorgebliche Delmare wohl nur ein Abenteurer ſein kann. Leider, Herr Major, kamen Sie in der Nacht nicht in unſer Hotel zurück. Dieſen Morgen war ich wieder auf dem Punkt, mich meinem lieben Herrn zu eröffnen. Dieſelben Bedenklichkeiten hielten mich zurück, als ich ihn aber wegfahren ſah, benützte ich ſeine Abweſenheit, um hierher zu laufen, in der Hoffnung, Sie vielleicht zu finden, Herr Major, und Ihren guten Rath zu be⸗ folgen.“

Ebenſo treuherzig als einfach gegeben, trug dieſe Er⸗ zählung einen ſolchen Charakter von Wahrheit an ſich, daß ſich der Major immer mehr unentſchieden in ſeiner Mei⸗ nung über den Corſen fühlte. In dem Augenblick aber, wo ſich der General an Pietri wenden wollte, ſagte er zu dieſem, indem er ihn mit einer tiefen Aufmerkſamkeit anſchaute:

„Sie, Pietri, ſind beauftragt, die Einladungs⸗ karten zu den Feſten, welche die Gräſin gibt, auszu⸗ ſchicken?“

„Ja, Herr Major,“ erwiederte der Corſe unem⸗ pfindlich.

„Sie fügen den Namen der Eingeladenen den ge⸗ druckten Briefen bei?“

„Ja, Herr Major.“

„Die Briefe für das morgige Feſt fiid alſo von Ihnen geſchrieben und ausgeſchickt worden?“

„Ja, Herr Major,“ erwiederte der Corſe; und er heuchelte bei jeder von dieſe Fragen von Maurice ein naives Erſtaunen. „Seit ich weiß nicht wie vielen Jahren bin ich mit den Einladungsbriefen beauftragt; ich fertige ſie nach den Angaben der Frau Gräfin aus. Es iſt immer ſo geweſen, Herr Major. . immer.“

„Wie kommt es dann,“ ſagte lebhaft der Major,