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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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er theilte mir mit, er ſei der Sohn von Madame Del⸗ mare und von Ihnen, lieber Herr.“

„Maurice!“ rief der General, den Major mit Er⸗ ſtaunen anſchauend, „hörſt Du ihn?“

„Laß ihn vollenden,“ erwiederte kalt der Major; und ſich an Pietri wendend, den er mit einem hart⸗ näckigen Blick verfolgte: „Fahren Sie fort.“

„Dieſer junge Mann fügte bei, er habe kürzlich das Geheimniß ſeiner Geburt entdeckt; er beſitze unverwerf⸗ liche Beweiſe darüber, Briefe von Ihnen an ſeine Mut⸗ ter in ziemlich großer Anzahl; er habe, ſich in ſein Loos fügend, immer in großer Dürftigkeit gelebt; da er in⸗ deſſen erfahren, daß der General Roland ſein wahrer Vater und die einzige Urſache des Kummers und des Todes ſeiner Mutter ſei, ſo wolle er ihn aufſuchen. Er erkläre mir ſeine Abſichten, ſetzte er hinzu, damit Sie unterrichtet würden, denn ſein zukünftiges Verhal⸗ ten hänge von dem mehr oder minder väterlichen Em⸗ pfang ab, den Sie ihm bereiten werden, mein lieber Herr.“

„Was beabſichtigt er denn?“ rief der Graf mit wachſender Angſt; „was gedenkt er mit den Briefen von mir, die er in Händen hat, zu thun? Was will er? will er Geld? will er ein Aergerniß?“

„Sie begreifen, Herr General, meine erſte Ant⸗ wort hierauf war: „„Sie nennen ſich Sohn vom Herrn General Roland und von Madame Delmare? ich weiß vor Allem nicht, ob Ihre Behauptung nur einen Schat⸗ ten von Wahrſcheinlichkeit hat; doch wäre dies wahr, ſo müßte man es beweiſen; und wäre dieſer Beweis gelie⸗ fert, woran ich ganz und gar zweifle, ſo hätten Sie durchaus nichts vom Herrn General Roland zu for⸗ dern.““

„Du haſt Unrecht gehabt,“ rief der General; „ſo läuft man Gefahr, ihn zu reizen, waͤhrend ich im Ge⸗ gentheil entſchloſſen bin, das Loos dieſes Unglücklichen

zu ſichern, das iſt meine Pflicht.“