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„Pietri!“ rief der General Roland, „handelt es ſich um Frau von Bourgueil?“
„um Frau von Bourgueil?“ erwiederte der Corſe, 56 erſtaunter Miene. „Rein, Herr General, durchaus nicht.“
„Ah! Maurice,“ rief der General voll Angſt, „wo⸗ mit bin ich noch bedroht ? .. der Tag iſt verhäng⸗ nißvoll.“
„Sprechen Sie geſchwinde, Pietri,“ ſagte der Ma⸗ jor, auf den Corſen einen immer ſchärfer beobachtenden Blick heftend. „Um was handelt es ſich?“
„So vernehmen Sie, Herr Major .. Geſtern, als ich in das Hotel zurückkehrte, nachdem ich verſchie⸗ dene Aufträge für die Frau Gräfin beſorgt hatte, finde ich beim Hausmeiſter einen Brief. . In dieſem Brief ſagt man mir: „„Man kennt Ihre Anhänglichkeit für den General Roland, Ihren Herrn; wollen Sie ihm einen großen Dienſt leiſten, ſo finden Sie ſich heute Abend um neun Uhr in der Rue de Rivoli, unter den
Arcaden vor dem Finanzminiſterium, ein.““
„Und dieſer Brief,“ fragte der General, „von wem war er unterzeichnet?“
„Von Niemand, General.“
„Ein anonymer Brief?“
„Ja, General. .. Da ich weiß, wie wenig Ver⸗ trauen dergleichen Briefe verdienen, ſo zögerte ich auch, das Rendez⸗vous anzunehmen; es handelte ſich jedoch um Sie, mein lieber Herr, und ich ging aufs Gerathe⸗ wohl in die Rue de Rivoli. Bald ſah ich einen großen Burſchen von fünf und zwanzig bis dreißig Jahren auf mich zukommen; er redete mich an und ſagte zu mir: „„Sie heißen Pietri, Sie find der Vertraute des Ge⸗ neral Roland?““
„„Ja, mein Herr.“
„Laſſen Sie uns gehen und mit einander ſpre⸗ chen,“ fügte er bei, und nun, Herr General, theilte er mir mit iſt es wahr? ich weiß es noch nicht,,


