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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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„Madame, Sie müſſen gehen,“

„Oh! mein Herr, mein Schickſal, das meiner Tochter iſt in Ihren Händen.“

„Rechnen Sie auf meine Ergebenheit, Madame; was Menſchen zu thun möglich iſt, werde ich thun.“

„Leben Sie wohl,“ ſagte der General zu Frau von Bourgueil mit erſtickter Stimme. „Leben Sie wohl!“

Und er reichte Frau von Bourgueil die Hand, dieſe nahm ſie, drückte ſie und erwiederte mit einer nicht min⸗ der tiefen Gemüthsbewegung:

„Leben Sie wohl. und auf immer Lebewohl!“

Beide, gingen hinaus, der Major Maurice folgte ihnen nach und begab ſich in das Speiſezimmer, um hier Pietri aufzuſuchen, während Frau von Bourgueil wieder in den Wagen ſtieg und nach Paris zurückkehrte.

Als Frau von Bourgueil das Haus des Major Maurice verlaſſen hatte, kehrte dieſer mit dem General Roland und Pietri, deſſen Züge wieder ihr gewöhn⸗ liches, gutmüthiges Gepräge augenommen hatten, in ſein Cabinet zurück.

Der General wandte ſich mit Beſorgniß an ſeinen alten Diener und fragte ihn:

„Pietri, was gibt es?“

„Ahl! Herr General, ich erwartete nicht, Sie hier zu treffen; doch da der Herr Major heute Nacht nicht in das Hotel zurückgekommen iſt, ſo hoffte ich ihn zu Hauſe zu finden, um ihn von einem Unglück zu unterrichten, das Sie bedroht . ..

„Ein Unglück!“ rief der General. „Welches Un⸗ glück?“ „Ich wollte Sie nicht beunruhigen, bis ich mit dem Herrn Major geſprochen; das iſt die Urſache mei⸗ nes Stillſchweigens dieſen Morgen gegen Sie, mein lieber Herr; doch die Zeit dränßt, ich glaube, es iſt beſſer, Ihnen Alles zu offenbaren; Sie werden ſich ſo⸗ dann mit dem Herrn Major berathen.“