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„Andere Male, und geſtern erſt, ſprach er von Ihnen mit meiner Tochter.“
„Von mir!“
„Ja, Herr von Bourgueil pries Ihre Tapſerkeit, Ihren militäriſchen Ruhm, den Adel Ihres Herzens.“
„Vor Ihnen! vor Ihnen!“
„Ja, und als ich in meiner Unruhe und meiner Angſt ſtumm blieb, da warf mir meine Tochter, welche nicht wußte, daß fie den Dolch in meiner Wunde um⸗ drehte, treuherzig vor, daß ich meine Lobeserhebungen nicht mit denen, welche Ihnen Herr von Bourgueil ſpen⸗ dete, verband.“
„Nein,“ ſprach der General Roland, indem er ſeine Hand an ſeine Augen drückte, „nein, das iſt gräßlich gräßlich!
„Was ſoll ich Ihnen ſagen,“ fuhr die Unglückliche fort, die kaum ihr Schluchzen zurückzuhalten ver⸗ mochte, „ſo bringt mir meine Tochter, dieſes ſo un⸗ ſchuldige, ſo ſanfte und zärtliche Kind, die grauſamſten Schläge bei; zwei⸗ oder dreimal iſt ſie zufällig in der Geſellſchaft neben Ihre Frau und Ihre Tochter zu ſitzen gekommen, und ſie hat für dieſe ſo viel Sympathie empfunden, daß ſie nun unabläßig von ihr und von Ihnen vor Herrn von Bourgueil ſpricht. Dies Alles erſchreckt Sie für mich, und ich wollte mich doch nicht beklagen, ich beklage mich auch nicht. Der Schmerz reißt mir unwillkürlich dieſe Worte aus dem Herzen Ich habe auch ſo viel ſeit zwanzig Jahren gelitten!! ohne es Jemand ſagen zu dürfen, zu wollen . . .“ fügte Frau von Bourgueil bei, die nun ihr Schluchzen nicht mehr überwältigen konnte; „ich habe insgeheim ſo viel Thränen verſchlungen!!“
Die Augen des General Roland befeuchteten ſich auch, und er rief mit einer vor Schmerz zitternden
timme:
„Ah! dieſe Thränen, die ich vergieße, ſind, wie die Ihrigen, eitel, ich weiß es wohl Sie mögen Ihnen


