34
„ſomit hat Jacques vor ungefähr einer Stunde das
Billet des Oberſten zu Herrn von Bourgueil gebracht?“
„Ja, Herr Pietri, da die Rue Royale nur ein paar Schritte von hier i
„Ah! Gott ſei Dank,“ ſprach Pietri mit einem neuen Seufzer der Erleichterung, „ich hatte mich mit Unrecht geängſtigt. Jacques weiß alſo ganz beſtimmt, daß der Oberſt nicht einmal leicht verwundet wor⸗ den iſt?“
„Ja, Herr Pietri, Jacques weiß es ganz beſtimmt. Doch ich höre läuten und will nachſehen, was es iſt.“
Als der Bediente wegaegangen war⸗ legte Pietri den Brief wieder auf den Tiſch, den er einen Augen⸗ blick vorher in ſein Zimmer mitgenommen hatte, und ſteckte ihn mit einem ſeltſamen Lächeln unter andere Briefe.“
Der Bediente kam bald zurück und ſagte zu dem Kammerdiener, deſſen Züge nun wieder ihren gewöhn⸗ lichen Ausdruck annahmen:
„Herr Pietri, ein Herr fragt nach dem Oberſten Ich habe geantwortet, er ſei nicht zu Hauſe, doch der Herr will warten. Er nennt ſich Major Maurice.“
„Der beſte Freund des Oberſten,“ rief Pietri, „ſein Regimentskamerad!.. Geſchwinde .geſchwinde, bitte ihn, einzutreten.“
So ſprechend wandte ſich Pietri nach der Thüre, um dem Major entgegen zu gehen.
Dieſer trat bald mit unruhiger, banger Miene ein, und die erſten Worte, die er an den Kammerdiener richtete, waren:
„Hat man Nachrichten vom Oberſten?“
„Der Herr Major weiß alſo?“
„Ja, ich weiß, daß er ſich ſchlagen mußte .
„Wohl, Herr Major, beruhigen Sie ſich mein Herr hat keine Schramme und muß bald zurückkommen.“
„Oh! deſto beſſer, deſto beſſer,“ ſagte der Major


