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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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einer Hundelaune, und ſonſt iſt er doch ein ſo guter Menſch und mißbraucht nie ſeine Stellung als Vertrau⸗ ter des Oberſten.“ Dann näherte ſich der Bediente den Blumen, deren Wohlgeruch er einathmete, und ſetzte hinzut „Gottl wie das duftet! . . . wie glücklich iſt mein Herr wie angebetet ... wie gefeiert! . . Es werden

entſchieden nur die Huſaren⸗Oberſten und die Gewiſſens⸗

räthe der vornehmen Damen durch ſolche Zärtlichkeit ausgezeichnet. . . Was für ſchöne Blumen! ... Und ſicherlich ſind das nicht die letzten! Ah! wenn alle Ge⸗ liebtinnen des Oberſten ihm Sträuße ſchicken, ſo kann er einen famoſen Blumenmarkt eröffnen.“

In dieſem Augenblick trat Pietri wieder ein, und der Bediente ſagte, auf die Degen deutend zu ihm:

„Sie ſehen, Herr Pietri! Sie hatten Unrecht, für den Herrn Oberſten beſorgt zu ſein. Jacques iſt mit dem Wagen zurückgekehrt und hat die Degen gebracht.“

„Und der Oberſt?“ fragte Pietri mit unausſprech⸗

licher Bangigkeit. „Warum iſt er nicht in ſeinem Wa⸗

gen zurückgekommen? Er iſt alſo verwundet? außer Stand, transportirt zu werden? .. Aber antworte voch! wirſt Du antworten?“

„Sie laſſen mir nicht Zeit . . . Ich ſage Ihnen noch einmal, beruhigen Sie ſich, der Herr Oberſt be⸗ finden ſich wohler, als Sie und ich.“

„Woher weißt Du das?“

„Jacques hat ihn vor einer Stunde geſehen . er hat mit ihm geſprochen.“

Als Pietri vernahm, daß er nichts für das Leben ſeines Herrn zu befürchten hatte, war ſeine Freude, ſeine Aufregung ſo lebhaft, daß er Anfangs kein Wort finden konnte, dann aber ſprach er mit einem tiefen Gefühle der Erleichterung:

„Ah! welche Laſt iſt von mir genommen! Doch

waruin hat der Oberſt ſeinen Wagen zurückgeſchickt?

War er alſo nur Zeuge bei dieſem Duell?“