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ſenſtock ſah, der ſo üppig blühte, daß er eben ſo viel Roſen als Blätter hatte.
„Ich hoffe, Herr Pietri,“ ſagte der Bediente, „der Herr Oberſt bekommt genug ſchöne Sträuße für ſein Namensfeſt! Das iſt ein Heiliger, der tüchtig ge⸗ feiert wird, und zwar, das bin ich überzeugt, durch tüchtig hübſche Huldigerinnen! Ah! .. ich vergaß dieſen Brief, den man ſo eben gebracht hat! Soll ich ihn zu den andern legen?“
„Ja,“ antwortete Pietri, immer gehend, während der Bediente den Brief neben mehrere andere, auf ver⸗ ſchiedene Arten zuſammengefaltete Briefe legte.
„Herr Pietri,“ ſagte der Bediente, „wie unruhig ſehen Sie aus! Glauben Sie, daß der Herr Oberſt, um ſich derſelben zu bedienen, ſeine Degen hat holen laſſen? . „Ah! er war dieſen Morgen ſo drollig ver⸗ kleidet, daß das lachen machen konntez und der Herr Oberſt iſt nicht geduldig! Sodann . . .
Da aber der Bediente keine Antwort von Pietri erhielt, ſo verließ er den Salon ſehr erſtaunt über das Stillſchweigen des Kammerdieners.
In dieſem ſchien ſich, nachdem er noch eine Zeit⸗ lang gegangen war, eine Erinnerung zu regen; er trat raſch an den Tiſch, auf den der Bediente einen kurz zuvor gebrachten Brief gelegt hatte, nahm ihn, unter⸗ ſuchte die Handſchrift der Adreſſe, bebte und entfernte ſich, nachdem er einige Augenblicke nachgedacht hatte, den Brief mit ſich nehmend aus dem Salon.
Kaum war er durch eine Seitenthür hinausgeeilt, als der Bediente, zwei Degen in ihren Scheiden in der Hand haltend, raſch wieder eintrat und rief:
„Herr Pietri! . . Herr Pietri!“ .
Als er aber ſah, daß dieſer verſchwunden war, fügte er bei:
„Wo Teufels iſt er? ... Ohne Zweifel wird er auf der Geheimtreppe in ſein Zimmer hinaufgegangen ſein . .. Was hat er denn heute, der Herr Pietri? Er iſt von


