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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Dieſer Diener, ein Mann von ungefähr ſechs und vreißig Jahren, war ein Corſe und hieß Pietri.

Er ging mit einer unruhigen Miene im Salon hin und her; ſeine Phyſiognomie, welche gewöhnlich das 1 Gepräge einer höhniſchen Impertinenz an ſich trug, die auf eine Meile nach ihrem Frontin roch, war düſter, voll Bangigkeit.

„Dieſe Degen,“ ſagte er, während er ganz aufge⸗ regt umherging, „dieſe Degen „ das iſt ein Duell! .

Iſt er nur Zeuge oder ſchlägt er ſich?. . Sollte er trotz ſeines Muthes ſeiner Gewandtheit . .. Nein, nein, der Gedanke iſt gräßlich .

Die Betrachtungen von Pietri wurden durch den Eintritt eines Livreebedienten unterbrochen; er trug eine prächtige Porzellanvaſe, in der ſich eine ſchöne rothe Camelia in voller Blüthe brüſtete.

„Hier iſt abermals ein Strauß, Herr Pietri,“ ſprach der Bediente: „ſoll ich ihn auf den Tiſch neben die andern ſtellen?“

Statt auf dieſe Frage zu antworten, ſagte Pietri . zu dem Bedienten:

„Jacques, genau um welche Stunde hat er die Degen im Auftrage des Oberſten geholt?“

„Es ſchlug gerade zwei Uhr in der Offiz.“

„Und nun iſt es halb fünf Uhr,“ fuhr Pietri, nach⸗ dem er auf die Pendeluhr geſchaut, fort. Und er ging wieder auf und ab und murmelte: „Was ſoll ich den⸗

ken? was befürchten?“

„Ich kann immerhin die Vaſe auf den Tiſch ſtel⸗

len, Herr Pietri?“

Erſtaunt über die Beklommenheit des Kammerdie⸗

ners, ſtellte der Bediente die Vaſe auf die Marmor⸗ plaite eines Tiſches, worauf man ſchon ein großes 1 Körbchen, fein geflochten, gefüllt mit Parmeſaner Veil⸗

1 chen, einen herrlichen Strauß getragen von einem Hörn⸗

3 chen von böhmiſchem Glas und in einem ebenholzenen, mit ſilbernen Arabesken ineruſtirten Käſtchen einen Ro⸗