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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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„Hier ſind ſie hier ſind ſie!“

„Sie kommen mit den fremden Officieren und den Stammgäſten von Tortoni heraus.“

Herr von Bourgueil und Herr Delmare ſtiegen wieder auf ihren Stuhl, um zu ſehen, was vorgehen würde.

Ihre beiden Frauen konnten nicht mehr zweifeln: die Unruhe, die Beſorgniſſe, die Bangigkeiten, die ſie verriethen, jener Inſtinkt der Eiferſucht endlich, der ſtets ſo ſicher, Alles ſagte ihnen, ſie zittern für denſel⸗ ben Mann, und dieſer Mann ſei der Oberſt Adalbert Roland.

Durch einen Widerſpruch jedoch, der minder ſelt⸗ ſam, als er ſcheinen dürfte, war es weder Neid, noch Haß, was die zwei jungen Frauen in dieſem Augen⸗ blick gegen einander empfanden, ſondern eine Art von ſchmerzlicher, gegenſeitiger Theilnahme, erzeugt durch das gemeinſchaftliche Unglück, mit dem ſie bedroht waren.

Frau von Bourgueil neigte ſich auch an das Ohr von Madame Delmare und ſagte mit einer Stimme voll

kaum bewältigter Thränen zu ihr:

„Madame „ich liebe ihn, aber ich habe ihm widerſtanden . . das ſchwöre ich Ihnen! . Sie zittern wie ich . Sie lieben ihn „auch.“

„Ja, ich zittere für ihn, doch ſeit vier Jahren habe ich ihn nicht wiedergeſehen,“ erwiederte Madame Delmare.

Und errathend, Frau von Bourgueil würde zögern, eine ſo lange Trennung zuzulaſſen, fügte ſie mit einem Ausdruck unwiderſtehlicher Aufrichtigkeit bei:

„Glauben Sie mir „ich ſage die Wahrheit.“

Wir müſſen darauf verzichten, das Antlitz von Frau von Bourgueil zu ſchildern, dieſe Miſchung von Freude und Thränen zu zeichnen, die es ſo rührend machte, als ſie erfuhr, der Mann, den ſie anbetete, welchem ſie aber bis dahin zu widerſtehen den Muth gehabt, be⸗ trüge ſie nicht, wie ſie einen Augenblick geargwohnt. Sie preßte deshalb verſtohlen Madame Delmare die