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„Aber, mein Herr,“ fragte Herr Delmare, der ebenfalls von ſeinem Stuhle herabſtieg, „wer iſt denn der junge Mann, für den Sie ſich ſo ſehr intereſſiren und für welchen Sie ein ſo beklagenswerthes Schickſal befürchten 2“
„Es iſt einer von meinen Freunden,“ antwortete traurig Herr von Bourgueil, „der Oberſt Rolland.“
„Wie,“ rief Herr Delmare, „der große junge Mann, den wir dort geſehen es iſt der berühmte Oberſt Roland, der, wie man ſich erzählt, bei Waterloo Wunder des Heldermuths an der Spitze ſeines Huſaren⸗ Regiments vollbracht hat?“
„Er ſelbſt iſt es!“ erwiederte Herr von Bourgueil mit wachſender Bangigkeit; „ja, es iſt der Oberſt Ro⸗ land, einer der letzten und jüngſten Glorien des Kaiſer⸗ reichs, einer der liebenswürdigſten und geiſtreichſten Menſchen, die ich kenne, und dieſen Abend wird er viel⸗ leicht von Loſtange getödtet werden; denn Niemand ſoll auf den Stich von der Stärke dieſes Raufers ſein.“
Wie früher Madame Delmare, Frau von Bourgueil und die Sträußchenfrau lebhaft bei dem Namen Adalbert ergriffen geweſen zu ſein ſchienen, ſo brachte der Name des Oberſten Roland und beſonders die Verkündigung der Gefahr, der er preisgegeben ſein ſollte, einen gleich⸗ zeitigen, jedoch verſchiedenartigen Eindruck nicht nur auf die drei jungen Frauen, ſondern auch auf den Major Maurice hervor. Er hatte ſich nicht von der Sträuß⸗ chenhändlerin, die er beſtändig beſchützte, entfernt und, ſo wie ſie, die Erzählung von dem, was auf der Treppe des Cafs Tortoni vorgefallen, angehört.
Madame Delmare war beim Namen des Oberſten Roland, bei dem Worte Duell erbleicht, hatte ihren Schleier über ihr Geſicht niedergelaſſen, um ihre Un⸗ ruhe zu verbergen, und ihr Kind mit einer beinahe krampfhaften Bewegung an ſich gedrückt.
In einem erſten Anfall wahnſinnigen Schreckens hatte ſich Frau von Bourgueil ungeſtüm halb erhoben,


