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„Ich geſtehe, Madame, daß ſich mein Herz unwill⸗
kührlich zuſammenſchnürt.“
41 „Ah! mein Gott!“ rief plötzlich Herr von Bour⸗ gueil mit dem Ausdruck der lebhafteſten Verwunderung und Bangigkeit; „er iſt es! er iſt es! Er iſt aus dem letzten Wagen geſtiegen!“
„Von wem ſprechen Sie, mein Freund?“ fragte ihn ſeine Frau.
Aber Herr von Bourgueil antwortete nicht und ſchien immer mehr beunruhigt. Er fuhr fort:
„Er geht den ſechs als Voltigeurs verfleideten jungen Männern voran . . Er ſteigt die Freitreppe hinauf. Er nird ſogleich dem furchtbaren Loſtange ge⸗ genüberſtehen.“
„Ich frage Sie noch einmal, mein Freund, von wem ſprechen Sie denn?“ ſagte Frau von Bourgueil.
„Herr von Bourgueil ſpricht von einem großen
jungen Mann mit ſchwarzem Schnurrbart . . . bei mei⸗
ner Treue, ein reizendes Geſicht trotz der grotesken Fri⸗ ſur à l'oiseau royal,“ antwortete Herr Delmare Frau von Bourgueil. „Nun iſt er oben auf der Freitreppe.“
„Loſtange mißt ihn und hält ihn auf!“ rief Herr von Bourgueil voll Angſt.
„Sie wechſeln lebhaft ein paar Worte,“ fügte Herr Delmare bei, „während der dicke, große Mann mit dem rothen Schnurrbart ſeine Marquis⸗Pirouette fortſetzt und dabei einem öſterreichiſchen Officier unter die Naſe ſchaut. Hm! . . . hm! das wird offenbar ſchlimm.“ „Ah!“ rief Herr von Bourgueil mit verdoppelter Bangigkeit, „er hat das Stöckchen entzwei gebrochen, mit dem Loſtange impertinent hin und herfuhr, während er mit ihm ſprach. Nun treten ſie Alle in das Kaffee⸗ haus ein. Es unterliegt keinem Zweifel mehr, er wird ſich mit Loſtange ſchlagen . . . Er iſt verloren,“ fügte Herr von Bourgueil bei, während er von ſeinem Stuhle herabſtieg, „er iſt todt.“
Die Kinder der Liebe. 2


