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Die Kinder der Liebe : fünf Bändchen / von Eugène Sue ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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„Hoffen wir, daß die Dinge nicht ſo weit gehen,“ ſprach Madame Delmare.

„Ha! ha!“ rief Herr Delmare, der beſtändig auf ſeinem Stuhl ſtand, „hier kommt der letzte Wagen⸗ Den Letzten das Beſte ohne Zweifel.“

„Teufel, das wird ſchlimm!“ ſagte Herr von Bour⸗ gueil. „Schon ſind mehrere fremde Officiere und einige Stammgäſte von Tortoni auf die Freitreppe des Kaffee⸗ hauſes herausgetreten, ohne Zweifel, um die vorgebli⸗ chen Voltigeurs nicht ſehr höflich zu empfangen.“

„Doch dieſe ſcheinen auf ihre Freunde vom letzten Wagen zu warten,“ fügte Herr Delmare bei. „Oh! da kommt der bekannte Loſtange ein ehemaliger königlicher Freiwilliger, auch aus dem Kaffeehaus her⸗ aus. Es iſt einer von den großen Duellanten, von denen ich vorhin ſprach. Man hat ihn mir vor einigen Tagen gezeigt.“ 4

„Wo das? wo iſt er?“ fragte Herr von Bourgueil.

„Sehen Sie, der, welcher die erſte Stufe der Frei⸗ treppe herabſteigt . der große Blonde mit einem Stöck⸗ chen in der Hand. Das iſt ein Burſche, dem ich, ich muß es geſtehen, nicht gern zwiſchen die zwei Augen ſehen möchte,“ ſagte Herr Delmare naivz „denn, Teufel! ich bin kein Duellant weit entfernt.“

„Ah! wahrhaftig, das iſt der viel beſprochene Lo⸗ ſtange,“ verſetzte Herr von Bourgueil; „ich kenne ihn dem Rufe nach. Ein trauriger Ruf! Er iſt, wie ich höre, bei ſeinem fünfzehnten Duell und bei ſeiner neun⸗ ten Tödtung .. Mehr als die Hälfte „ das iſt hübſch.“

„Ah! der abſcheuliche Menſch!“ rief Madame Del⸗ mare beinahe erſchrocken.

„Sich neun Tödtungen vorwerfen zu müſſen, das iſt gräßlich!“ fügte Frau von Bourgueil bei. Und ſich voll Beſorgniß an Madame Delmare wendend:

„Aber, Madame, zwiſchen ſolchen Gegern wird der Scherz vielleicht furchtbare Folgen haben.“