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Delmare, ebenſo erſtaunt als die andere junge rau.
„Der Faſching iſt ſeit langer Zeit zu Ende,“ fügte Frau von Bourgueil bei.
„Ich begreife nun Alles,“ rief Herr Delmare, ſich vor die Stirne ſchlagend. „Das Cafs Tortoni iſt der gewöhnliche Verſammlungsort der ehemaligen fönig⸗ lichen Freiwilligen, vieler fremder Officiere .. .
„Und dieſe jungen Leute,“ ſprach Herr von Bour⸗ gueil, „in denen man leicht an ihren militäriſchen Ge⸗ ſichtern ehemalige Officiere des Kaiſerreichs erkennen kann, werden zur Verhohnung und zum Trotz die Emi⸗ granten⸗Tracht genommen haben *).“
„Welche Tollheit!“ ſagte Madame Delmare lächelnd.
„Zum Unglück könnte dieſe Tollheit einen Streit herbeiführen,“ bemerkte Frau von Bourgueil, „wenn das Café Tortoni, wie die Herren ſagen, der gewöhn⸗ liche der ehemaligen königlichen Freiwilli⸗ gen iſt.“
„Sie haben Recht, Madame,“ ſprach die andere junge Frau; „dieſe Freiwilligen könnten den Scherz der Herren Officiere der kaiſerlichen Armee ſehr im Ernſte nehmen.“
„Und um ſo mehr im Ernſte nehmen, meine liebe Anna,“ ſagte Herr Delmare, „als unter den königlichen Erfreiwilligen, welche gewöhnlich bei Tortoni zuſam⸗ menkommen, ein paar ſehr gefürchtete Duellanten ſind. Es könnte alſo dieſe ganze Narrenpoſſe mit einem Tod endigen, und das wäre, ich muß es geſtehen, minder luſtig als der Anfang.“
„Oh!“ rief Frau von Bourgueil, „das wäre gräßlich!“
*) In Jahre 1815 oder 1816 hatten wirklich einige junge Officiere von der kaiſerlichen Armee dieſen Gedanken und gingen ſo ver⸗ kleidet in das Cafs Tortoni.


